netzeitung.deKaum mehr Personal sucht nach Gammelfleisch

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Lebensmittelkontrolleurin bei der Arbeit (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Lebensmittelkontrolleurin bei der Arbeit
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Trotz Tonnen von Gammelfleisch hat die Politik die Zahl der Kontrolleure nicht erhöht. Die Umsetzung des 13-Punkte-Papiers der Verbraucherschutzminister lässt damit weiter auf sich warten.

Ein Jahr nach dem ersten Gammelfleisch- Skandal in Deutschland haben die meisten Bundesländer kaum zusätzliche Lebensmittelkontrolleure eingestellt. Lediglich Bremen beschäftigt inzwischen einen weiteren Kontrolleur und erhöhte damit die Zahl seiner Experten auf insgesamt 14, wie ein Umfrage der «Berliner Zeitung» ergab.

Nordrhein-Westfalen will demnach vom kommenden Jahr an seine 300 Lebensmittelkontrolleure auf 600 bis zum Jahr 2010 aufstocken. Nicht mit zusätzlichen Standard-Kontrolleuren reagierten der Umfrage zufolge Hessen und Bayern, sondern mit der Einrichtung einer so genannten Task-Force. Sie soll unter Einsatz von Lebensmittelchemikern, Juristen, Veterinären und Informatikern Großkühllager kontrollieren.

Keine besseren Kontrollen
Spezialisierte Staatsanwaltschaften für Lebensmittelrecht gibt es laut «Berliner Zeitung» bisher nur in sechs Bundesländern, darunter Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Einrichtung solcher spezialisierten Staatsanwaltschaften ist eine der Forderungen des 13-Punkte-Papiers, das die Verbraucherschutzminister der Länder verabschiedet hatten.

Am Montag hatte der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure scharfe Kritik an der Politik geübt und bemängelt, dass Kühlhäuser und Lebensmittellager nach den Fleischskandalen keineswegs besser kontrolliert würden. (nz)