Gammelfleisch-Skandal: Schnappauf rechnet mit weiteren Fällen: 

netzeitung.deBayern erwartet weitere Gammelfleisch-Fälle

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Bayerns Verbraucherminister Schnappauf (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Das ganze Ausmaß des Fleischskandals ist nach Ansicht des bayerischen Verbraucherministers Schnappauf noch nicht bekannt. Er drängt auf die Umsetzung bundesweiter Maßnahmen zur Lebensmittelsicherheit.

Bayerns Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf erwartet eine Aufdeckung weiterer Fleischskandale in seinem Bundesland. Ihm sei es lieber, es fliege eine Serie krimineller Machenschaften auf, «als wenn die Verbraucher weiter geschädigt werden», sagte der CSU-Politiker dem Nachrichtenmagazin «Focus».

Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) solle nun zügig Maßnahmen zur Lebensmittelsicherheit umsetzen, forderte Schnappauf. «Der Bund könnte im nationalen Alleingang die Anzeigepflicht wenigstens hier zu Lande in Gang setzen.»

Das noch vom Bundesrat zu verabschiedende Verbraucherinformationsgesetz will Schnappauf nach eigenen Worten offensiv anwenden. «Wir müssen den Gaunern das Handwerk legen, indem wir die gesamte Gammelfleischkette vom Lieferanten bis zu Metzgern, Supermärkten, Gaststätten oder Imbissbuden veröffentlichen», betonte der CSU-Politiker.

Bei einer «Focus»-Umfrage sprachen sich 93 Prozent der Befragten dafür aus, dass Verbraucher über die Herkunft von Gammelfleisch informiert werden sollten. (nz)