Gammelfleisch-Skandal: Einheitliche Kontrollen beschlossen:
Einheitliche Fleischkontrollen beschlossen
07.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Zuvor hatte Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) die Kollegen in den Ländern dazu aufgerufen, mit dem Bund an einem Strang zu ziehen. «Ich hoffe, dass die Lücken, die sich aufgetan haben, geschlossen werden», sagte er vor der Sondersitzung der Minister. «Wenn in einem Land falsch kontrolliert wird, wirkt sich das in allen anderen Bundesländern einschließlich der Europäischen Union negativ aus.»
Eine oberste Kontrollbehörde lehnte der CSU-Minister indes ab. Eine Kontrolle der Kontrolleure durch den Bund soll es nicht geben. Stattdessen plädierte Seehofer für eine Koordination der Kontrollen sowie ein Schnellwarnsystem.
Zugleich wies Schnappauf die Vorwürfe mangelnder Kontrollen zurück. Er räumte aber ein, dass sich die Skandale in Bayern gehäuft hätten. Am Donnerstag kündigte er Konsequenzen für mögliche Verstöße gegen das Lebensmittelrecht an: «Wenn Fehler gemacht worden sind, müssen die Verantwortlichen für Fehler auch gerade stehen». Das gelte auch für die Kontrolleure.
Der SPD-Vorsitzende und rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck unterstützte den Vorstoß für bundesweit einheitliche Lebensmittelkontrollen. «Ich bin sehr dafür, wenn sich die Verbraucher- und Gesundheitsminister der Bundesländer auf einheitliche Kriterien verständigen», sagte er der «Berliner Zeitung». (nz)

