20. Jul 2006 17:12, ergänzt 20:33
BDI-Präsident Thumann kann die Kritik an der Doppelfunktion seines designierten Geschäftsführers Röttgen nicht verstehen: Er werde sein Bundestagsmandat ohnehin nur für eine Übergangszeit behalten, kündigte Thumann an.
Thumann sagte, er könne die Motivation seiner Vorgänger nicht erkennen: «Warum wollen sie Norbert Röttgen beschädigen? In jedem Fall schwächen sie den BDI und die Schlagkraft des Verbandes.» Röttgen werde sein Mandat ohnehin nur für eine Übergangszeit behalten. Er deutete an, dass der CDU-Politiker sein Mandat spätestens im Frühjahr 2008 niederlegen werde. «Das wäre dann etwas mehr als ein Jahr nach Amtsantritt», sagte Thumann. In dem Schreiben, das die «Bild»-Zeitung am Mittwoch abdruckte, hatten die beiden ehemaligen BDI-Chefs ihren Nachfolger davor gewarnt, Röttgens «Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag zu akzeptieren». Grund für ihr Schreiben sei die «große Sorge um den Kurs, den Einfluss und den Ruf» des Verbandes. Darum würden sie Thumann bitten, im Sinne ihres Schreibens auf Röttgen einzuwirken, «bevor die Glaubwürdigkeit des BDI weiteren Schaden nimmt». (nz)