netzeitung.deBDI-Chef verwahrt sich gegen Kritik

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BDI-Präsident Jürgen Thumann (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe BDI-Präsident Jürgen Thumann
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BDI-Präsident Thumann kann die Kritik an der Doppelfunktion seines designierten Geschäftsführers Röttgen nicht verstehen: Er werde sein Bundestagsmandat ohnehin nur für eine Übergangszeit behalten, kündigte Thumann an.

Im Streit um das Bundestagsmandat des designierten BDI-Hauptgeschäftsführers Norbert Röttgen hat sich der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, gegen die massive öffentliche Kritik seiner Vorgänger Hans-Olaf Henkel und Michael Rogowski gewehrt. «Für diese Art des Vorgehens, einen offenen Brief über die 'Bild'-Zeitung zu veröffentlichen, fehlt mir jedes Verständnis. Das ist nicht mein Stil und ich bedaure, dass die Herren Henkel und Rogowski trotz der Gespräche mit mir nicht von ihrem Vorgehen abrückten», sagte Thumann der Rheinischen Post.
Röttgen legt Mandat nieder
Thumann sagte, er könne die Motivation seiner Vorgänger nicht erkennen: «Warum wollen sie Norbert Röttgen beschädigen? In jedem Fall schwächen sie den BDI und die Schlagkraft des Verbandes.» Röttgen werde sein Mandat ohnehin nur für eine Übergangszeit behalten. Er deutete an, dass der CDU-Politiker sein Mandat spätestens im Frühjahr 2008 niederlegen werde. «Das wäre dann etwas mehr als ein Jahr nach Amtsantritt», sagte Thumann.

In dem Schreiben, das die «Bild»-Zeitung am Mittwoch abdruckte, hatten die beiden ehemaligen BDI-Chefs ihren Nachfolger davor gewarnt, Röttgens «Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag zu akzeptieren». Grund für ihr Schreiben sei die «große Sorge um den Kurs, den Einfluss und den Ruf» des Verbandes. Darum würden sie Thumann bitten, im Sinne ihres Schreibens auf Röttgen einzuwirken, «bevor die Glaubwürdigkeit des BDI weiteren Schaden nimmt». (nz)