netzeitung.deTelekom bei VoIP zu Wettbewerb aufgefordert

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Anlage zum Telefonieren über das Internet. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Anlage zum Telefonieren über das Internet.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach Ansicht der Monopolkommission sollte die Telekom bei der Internet-Telefonie mehr Wettbewerb ermöglichen. Kritisiert wird vor allem die Koppelung des herkömmlichen Telefon- mit dem DSL-Anschluss.

Die Internet-Telefonie in Deutschland wird nach Ansicht der Monopolkommission durch die Deutsche Telekom behindert. Das unabhängige Beratungsgremium verlangte am Mittwoch in Berlin, die bislang übliche Koppelung des herkömmlichen Telefonanschlusses mit dem DSL-Anschluss aufzuheben. DSL ermöglicht die Übertragung großer Datenmengen und ist Voraussetzung für das Telefonieren über das Internet (Voice over IP).

Damit Wettbewerber DSL-Anschlüsse unabhängig von der gemieteten Teilnehmeranschlussleitung anbieten können, solle die Telekom «dazu verpflichtet werden, einen so genannten Bitstrom-Zugang anzubieten», forderte der Kommissionsvorsitzende Jürgen Basedow. Mit dieser Technik können Konkurrenten über die Datenleitung der Telekom einen direkten Zugang zum Endkunden bekommen.

Die Monopolkommission hat die Aufgabe, die Unternehmenskonzentration in Deutschland zu beobachten. Außerdem berät sie die Bundesregierung. Zu diesem Zweck erstellt die Monopolkommission alle zwei Jahre ein Hauptgutachten und in unregelmäßigen Abständen Sondergutachten. Die Monopolkommission setzt sich aus fünf von der Bundesregierung vorgeschlagenen Mitgliedern zusammen. (nz)