Positiver Trend bei Steuer-Einnahmen hält an
Grund für das über den Erwartungen liegende Wachstum ist die anziehende Konjunktur - gerade bei den Unternehmenssteuern verbuchte der Staat ein deutliches Plus: Die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer seien im Mai um 500 Millionen Euro gestiegen, hieß es. Zum guten Ergebnis beigetragen habe auch ein starker Rückgang bei ausgezahlten Investitionsrücklagen um 100 Millionen Euro.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) plant für 2006 mit Gesamtausgaben von 261,6 Milliarden Euro und einer Neuverschuldung von 38,2 Milliarden Euro. Das sind sieben Milliarden Euro mehr als 2005. Die Investitionen liegen mit 23,2 Milliarden Euro deutlich unter der Neuverschuldung. Das ist laut Grundgesetz nur erlaubt, um eine Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichtes abzuwehren.
Die Große Koalition will jedoch im laufenden Jahr die anziehende Konjunktur mit einem Investitionsprogramm stützen, damit die negativen Effekte der für 2007 geplanten Steuer-Erhöhung besser abgefedert werden. 2007 plant die Regierung auch wieder mit der Einhaltung der Europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes. (nz)

