netzeitung.deSchröder handelt als «Energielobbyist»

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Gudrun Kopp (Foto: privat<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gudrun Kopp
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Die FDP hat jüngste Aussagen von Altkanzler Schröder scharf kritisiert. Als Altkanzler und Energielobbyist befinde er sich «in einem echten Spagat zwischen zwei Welten», sagte FDP-Energieexpertin Kopp der Netzeitung.

Ex-Kanzler Gerhard Schröder ist für seine Aussagen zur russischen Energiepolitik in Deutschland scharf kritisiert worden. «Gerhard Schröder als Altkanzler und Energielobbyist befindet sich in einem echten Spagat zwischen zwei Welten», sagte die energiepolitische Sprecherin der FDP im Bundestag, Gudrun Kopp, der Netzeitung.

«Diese Kombination finde ich schwierig, denn Altkanzler wird Schröder bleiben - dieser Titel lässt sich nicht einfach abstreiten«, kritisierte sie.

Schröder: gleiche Rechte für russische Firmen
Kopp reagierte damit auf jüngste Äußerungen Schröders in Moskau: «Europa sollte den russischen Unternehmen die gleichen Rechte einräumen, wie sie europäischen Konzernen in Russland gewährt werden», forderte der Altkanzler und verteidigte gleichzeitig die Politik des russischen Gasmonopolisten Gasprom.

«Es ist nur natürlich, dass Russland sich nach neuen Kunden in Asien umsieht», sagte Schröder. In den vergangenen Monaten hatte die Gasprom-Führung wiederholt geklagt, der Westen verhindere einen Einstieg des weltgrößten Gasförderers in die lukrativen Endverbraucher-Märkte innerhalb der EU.

Russland muss Verlässlichkeit zeigen
Für Kopp beschweren sich Schröder und auch Russlands Präsident Wladimir Putin «über Geister, die sie selbst gerufen haben». In Zeiten der Globalisierung müssten natürlich auch russische Unternehmen die Chance bekommen, in Europa Fuß zu fassen, betonte sie. Putin habe aber selbst vom Einsatz der Energiepolitik als «moderne Waffen» gesprochen.

«Wer so spricht muss sich nicht wundern oder gar beklagen, in Europa falsch verstanden worden zu sein», so Kopp weiter. «Russland muss jetzt Verlässlichkeit in der Energiepolitik zeigen.» Von Europa forderte die FDP-Politikerin, seine Abhängigkeit von Energielieferungen aus Russland zu reduzieren und den Energiemix breiter aufzustellen. (nz)