netzeitung.deMerkel will Milliarden in Energie investieren

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bundeskanzlerin Angela Merkel
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Die Regierung will die Mittel für die Energieforschung in den kommenden Jahren um 30 Prozent aufstocken. Zugleich sagte die Wirtschaft auf dem Energiegipfel Investitionen in Milliardenhöhe zu.

Die Bundesregierung will mit milliardenschweren Investitionen den Anstieg der Energiepreise bremsen und die Abhängigkeit von Energieeinfuhren verringern. Das ist das Ergebnis des Energiegipfels, der am Montagabend in Berlin zu Ende ging.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigte nach dem Treffen an, die Mittel für die Energieforschung kräftig aufzustocken. Bis 2009 sollen zwei Milliarden Euro zusätzlich investiert werden. Damit würden die Mittel im Vergleich zu früheren Planungen um 30 Prozent aufgestockt.

Milliarden-Investitionen
Zugleich habe die Wirtschaft bis 2012 Investitionen in neue Kraftwerke und Netze von mehr als 30 Milliarden Euro angekündigt, während die Anbieter erneuerbarer Energien Investitionen von 33 bis 40 Milliarden Euro zugesagt hätten, hob Merkel hervor. «Wir wollen Versorgungssicherheit, Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit in ein vernünftiges Gleichgewicht bringen», sagte die Kanzlerin. Bis Mitte nächsten Jahres soll ein nationales Energiekonzept bei mehreren Spitzentreffen erarbeitet werden.

Ziel müsse es sein, die Abhängigkeit von Energieimporten «tendenziell zu verringern», steigende Energiepreise zu verhindern und den globalen Klimawandel «in den Blick zu nehmen», sagte Merkel weiter.

Ein guter Start
Die Energiepolitik müsse die Kosten sowohl für die Industrie als auch für die Privatverbraucher stabilisieren, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD). Bis zum nächsten Treffen im September soll in drei Arbeitsgruppen die nationalen und internationalen Aspekte sowie die Energieeffizienz erörtert werden.

Die Kanzlerin, Gabriel und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sprachen nach dem etwa vierstündigen Treffen von einem gelungenen Start. Für Deutschland gelte es, bei der Energiepolitik eigene Konzepte zu entwickeln, um zu verhindern, dass die EU-Kommission auch nationale Zuständigkeiten übernehme, fügte Glos hinzu. (nz)