28. Mrz 2006 16:31
Im gemeinsamen Währungsgebiet kursieren nicht nur falsche Banknoten, sondern auch zunehmend gefälschte Euro-Münzen. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der entdeckten Falschmünzen um fast 30 Prozent.
Experten haben vor gefälschten Ein- und Zwei-Euro-Geldstücken gewarnt. Im gemeinsamen Währungsgebiet seien rund zehn Millionen falscher Münzen im Umlauf, teilten die EU-Münzexperten am Dienstag in Brüssel mit. Besonders beliebt seien die deutschen Zwei-Euro-Stücke.Verbraucher sollten zum Schutz gegen Falschgeld bei Zwei-Euro-Münzen vor allem auf die Ränder achten. Da echte Ein- und Zwei-Euro Stücke eine Nickelschicht enthalten, seien sie magnetisch. Falsche Stücke seien entweder überhaupt nicht magnetisch oder nur an den Rändern.
Im vergangenen Jahr stieg die Zahl aller von den Behörden entdeckten Euro-Falschmünzen im Vorjahresvergleich auf 96.000 um damit um 29 Prozent. Wie es weiter hieß, seien rund vier von fünf falschen Münzen Zwei-Euro-Stücke. Nach Schätzungen entfallen auf insgesamt rund zwölf Milliarden Ein- und Zwei-Euro-Münzen zehn Millionen Fälschungen. Dies entspreche einem Anteil von etwa 0,1 Prozent.Die Behörde hob im vergangenen Jahr in den Nicht-Euro-Staaten Polen, Ungarn und Bulgarien je eine Fälscherwerkstatt aus. Rund 3500 Falsch-Münzen wurden entdeckt, bevor sie in Umlauf kamen. Nach Schätzungen «kostet» eine falsche 1- oder 2-Euro-Münze den Fälscher rund 20 Cents - hauptsächlich für das Metall. (nz)