Gesundheits-Soli soll Kassen füllen:
«Gesundheitssoli» ist «Privatmeinung»
28.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Lauterbach selbst sei «in keiner Weise» in die konzeptionelle Arbeit für eine Finanzreform des Gesundheitswesen eingebunden, betonte er. Lauterbach hatte in «Bild» behauptet, für einen «Gesundheitssoli» gebe es «in beiden Regierungsfraktionen große Sympathien». Im Sender N24 nahm sich der Parlamentarier später zurück: «Es ist nicht ein Vorschlag, der abgesprochen wäre, sondern ein Vorschlag von mir, den ich auch in der Vergangenheit schon gemacht habe», stellte er klar. Damit handele es sich auch keineswegs um einen «Geheimplan», wie das Boulevardblatt geschrieben hatte.
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte die Finanzierung von Kassenleistungen durch Steuern zuletzt aber abgelehnt, weil Gesundheitspolitik so von Haushaltsentscheidungen abhängig wäre. Ende März will die Ministerin ihr eigenes Konzept vorsehen.
Zugleich würden alle Einkommensarten also auch Einnahmen aus selbstständiger Arbeit oder Wertpapiergeschäften zur Finanzierung herangezogen. Als Alternative hatte Lauterbach in dem Blatt eine weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer genannt. «Aber das wäre sozial ungerecht und würde noch mehr Jobs kosten», warnte er. (nz)

