Neuer Job für Altkanzler: Schröder wird Medienberater:
Schröder berät Schweizer Medienkonzern
Über die künftige Zusammenarbeit sagte Ringier: «Schröder ist ohne Zweifel, ob man seine Politik mag, ob man ihn mag, einer der großen Staatsmänner der heutigen Zeit. Und wir sind als Verlag ja auch politisch tätig. Wir sind sehr stark in Ost-Europa, wir sind in China, sind in Vietnam. Wir sind politisch involviert. Und da bin ich überzeugt, ist Gerhard Schröder ein hervorragender Berater für mich und für die Firma, damit wir uns dort auch richtig bewegen. Und er wird ganz bestimmt auch die eine oder andere Tür öffnen können.»
Schröder werde «ein bis zwei Tage pro Woche» in Zürich verbringen. «Man darf nicht vergessen, dass die internationalen Tätigkeiten nicht in der Schweiz stattfinden. Das wird mit Reisen verbunden sein», sagte Castellaneta. «Ich kann mir gut vorstellen, dass Michael Ringier, der Verleger, zusammen mit Gerhard Schröder auch auf Reisen sein wird.»
Ringier gibt in der Schweiz unter anderem die Zeitung «Blick» heraus sowie zahlreiche Zeitschriften wie das Wirtschaftsblatt «Cash» und das in Berlin erscheinende Magazin «Cicero».
Schröder hatte vor seinem Ausscheiden angekündigt, er wolle sich als Anwalt in Berlin niederlassen. Aufsichtsratsmandate bei großen deutschen Industriekonzernen strebe er nicht an.
Ringier zu den Spekulationen der vergangenen Wochen und Tage über Schröders berufliche Zukunft: «Ich habe mich natürlich köstlich amüsiert über die ganzen Spekulationen, die da jetzt aufgekommen sind. Aber im Grunde genommen hat er ja genau jetzt all das gemacht, was er auch angekündigt hat.» (nz)

