«Rita» kostet bis zu sechs Milliarden Dollar
Die auf Risikoanalysen spezialisierte US-Firma Equecat schätzte die Windschadens-Kosten am Samstag auf nur noch auf drei bis sechs Milliarden Dollar gegenüber einer ursprünglichen Schadensprognose von neun bis 18 Milliarden Dollar. Diese Vorhersage war allerdings abgegeben worden, bevor «Rita» auf das Festland getroffen war. Das Unternehmen begründete die Reduzierung damit, dass sich der Sturm abgeschwächt habe und weiter östlich verlaufen sei als erwartet.
Die ebenfalls auf Katastrophenanalysten spezialisierte amerikanische Gesellschaft AIR Worldwide Corporation erwartet versicherte Gesamtschäden durch «Rita» in Höhe von 2,5 bis fünf Milliarden Dollar.
Damit würden die versicherten Schäden durch «Rita» nur einen Bruchteil der von der Spezialfirma Risk Management Solutions (RMS) auf 40 bis 60 Milliarden Dollar geschätzten Versicherungsschäden durch Hurrikan «Katrina» erreichen, der New Orleans überflutet und in den Bundesstaaten Louisiana, Alabama und Mississippi gewaltige Verwüstungen angerichtet hatte. RMS hatte die Gesamtschäden durch «Katrina» auf mehr als 125 Milliarden Dollar geschätzt.
Die Gesamtschäden bei Wirbelstürmen sind in der Regel allerdings viel höher als die versicherten Schäden, da die Versicherungsgesellschaften in den USA keine Einfamilienhäuser oder Eigentumswohnungen gegen Flut versichern und viele Objekte entweder nicht oder nur unzureichend versichert sind. (nz)

