05. Aug 2005 12:44
Als «verheerend für die Meinungsvielfalt» hat der Deutsche Journalistenverband die Übernahme von ProSiebenSat1 durch Springer bezeichnet. Damit entstehe ein «Meinungsmonopol».
durch den Axel-Springer-Verlag reagiert. «Eine solche Medienmacht in einer Hand ist verheerend für die Meinungsvielfalt in Deutschland», sagte DJV-Chef Michael Konken. «Durch die 100-Prozent-Übernahme der Stimmrechtsaktien durch Springer entsteht ein Medienmonopol mit gewaltigem Einfluss auf die öffentliche Meinung.»Zuvor hatte Axel Springer mitgeteilt, die Sendergruppe zu 100 Prozent zu übernehmen. Die Folgen sind für den DJV «ein bedenkliches Komplettangebot von Information und Meinung». Eine solche Vormachtstellung könne nicht im Sinne der Demokratie sein, betonte Konken. Er appellierte an das Bundeskartellamt, der geplanten Übernahme der Sendergruppe durch Springer nicht zuzustimmen. «Deutschland braucht kein Springer TV, sondern Meinungsvielfalt statt Einheitskost.»