netzeitung.deUmfrage: Vorstände sollen mehr Steuern zahlen

 Herausgeber: netzeitung.de

Die Mehrheit der Deutschen empfindet die Steuerlast für Spitzenverdiener als zu gering. Dagegen wird die Belastung ungelernter Arbeiter einer Studie zufolge als zu hoch angesehen.

Die meisten Deutschen sind der Meinung, dass Topmanager zu wenig Steuern zahlen. Das ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, die am Mittwoch vorgestellt wurde. Während 73 Prozent der Westdeutschen demnach die steuerliche Belastung von Vorstandsmitgliedern für zu gering halten, ist es im Osten sogar jeder vierte Bundesbürger.

Selbst Bezieher hoher Einkommen sähen mit einer deutlichen Mehrheit von fast zwei Dritteln die Steuerlast von Spitzenmanagern als zu niedrig an, heißt es in der Studie. Dagegen sind mehr als 60 Prozent der Befragten der Meinung, dass ungelernte Arbeiter steuerlich zu stark belastet werden.

Ungelernte zahlen zuviel Steuern
Nach Angaben des DIW halten nur gut zehn Prozent der ungelernten Arbeiter die eigene Besteuerung für angemessen. Fast 90 Prozent von ihnen fühlen sich zu hoch besteuert. Allerdings raten die Experten gerade bei dieser Einschätzung zur Vorsicht, da «viele Steuerpflichtige faktisch keine Steuern zahlen, da ihre Einkommen die entsprechenden Freibeträge nicht übersteigen». Das DIW befragte für die Studie 8400 Bürger ab 17 Jahren. (nz)