Handwerk will bei Krankheit Urlaub streichen
19.06.2005
Herausgeber: netzeitung.de
ZDH-Präsident Otto Kentzler
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Präsident des deutschen Handwerks, Kentzler, hat gefordert, wegen Krankheit verpasste Arbeitstage mit dem Urlaub zu verrechnen. Die FDP wies den Vorschlag zurück.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat vorgeschlagen, künftig Krankheitstage mit dem Urlaubsanspruch von Arbeitnehmern zu verrechnen. Eine solche Maßnahme sei ein «absolutes Muss», sagte Verbandspräsident Otto Kentzler dem Nachrichtenmagazin «Focus». Eine andere Möglichkeit sei die Anrechnung auf ein Arbeitszeitkonto.
Urlaub müsse erwirtschaftet werden, begründete der Handwerks-Präsident seinen Vorstoß. Er plädiere aber nicht dafür, pro Krankheitstag einen Urlaubstag zu streichen. Im bayerischen Manteltarifvertrag für Konditoren sei bereits ein Verhältnis von fünf Krankheitstagen für einen Urlaubstag mit einem maximalen Urlaubsverlust von drei Tagen pro Jahr vorgesehen.
«Unsinn»FDP-Generalsekretär Dirk Niebel wies Kentzlers Vorschlag zurück. «Ich halte diesen Vorschlag für Unsinn. Krankheit ist Krankheit, und Urlaub bleibt Urlaub», sagte Niebel der Berliner Tageszeitung «B.Z.». Wenn die Arbeitgeber weniger Urlaub vereinbaren wollten, dann sollten «sie das offen sagen und nicht in die Trickkiste greifen», sagte Niebel. (nz)