netzeitung.deErste Bundesstraße für Maut-Preller gesperrt

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Maut-Schild (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Maut-Schild
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Auf der B9 dürfen künftig keine Lkw über 7,5 Tonnen fahren. Das Land Rheinland-Pfalz will damit verhindern, dass Lastwagen die Autobahnmaut umgehen.

Rund fünf Monate nach Einführung der Lkw-Maut auf deutschen Autobahnen sperrt ein Bundesland erstmals eine Bundesstraße, um Lastwagen an der Umgehung der Gebühr zu hindern. Auf der B9 zwischen Mainz und Worms dürften am Dienstag keine Lkw über 7,5 Tonnen mehr verkehren.

Verstöße werden dem rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium zufolge mit einem Bußgeld von mindestens 20 Euro bestraft. Im Falle eines Unfalls kann der Lkw-Fahrer auch den Versicherungsschutz einbüßen. Die Bundesregierung will frühestens mit der Einführung der zweiten Stufe der Lkw-Maut zum kommenden Jahreswechsel darüber entscheiden, ob und wie einer Umgehung der Maut durch die Benutzung von Bundesstraßen begegnet werden soll. Erwogen wird auch, die Maut auch auf Bundesstrassen zu erheben.

60 Prozent mehr Lastwagen
Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Verkehrministeriums ist die Sperrung der B9 die bundesweit erste Aktion dieser Art. Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) hatte bereits im April verstärkte Kontrollen angekündigt, um die Ausweichroute unattraktiver zu machen. Nach Angaben seines Ministeriums wurden auf der B9 nach der Maut-Einführung im Januar bis zu 60 Prozent mehr Lastwagen gezählt.

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) hatte erst in der vergangenen Woche Länder und Kommunen aufgefordert, mautfreie Ausweichrouten auf Bundes- und Landstraßen für Lastwagen in Eigenregie zu sperren. Dabei sollten die Spielräume der Straßenverkehrsordnung ausgeschöpft werden, sagte der Minister. Möglichkeiten seien Tempolimits, Nachtfahrverbote und Umleitungen sowie mehr Kontrollen. (nz)