08. Mai 2005 09:33
Mehrere Manager wollen sich bei Kanzler Schröder über die «Heuschrecken»-Debatte beschweren. Für Juni ist ein Gespräch geplant.
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) muß sich wegen der Kapitalismusdebatte schon bald kritischen Fragen von Managern stellen. Laut einem Bericht der «Welt am Sonntag» wollen die drei Beauftragten der Bundesregierung für Investitionen aus dem Ausland, Lufthansa-Aufsichtrats-Chef Jürgen Weber, Siemens-Aufsichtsrats-Chef Heinrich von Pierer und Ex-Daimler-Manager Klaus Mangold, zusammen mit 20 Vertretern amerikanischer Firmen in Deutschland, darunter Ford und Motorola, die Folgen der Debatte mit dem Bundeskanzler diskutieren. Das Treffen werde am 1. Juni stattfinden, zitiert die Zeitung Lufthansa-Chef Weber. Der Kanzler werde dann aus erster Hand erfahren, wie die Kapitalismus-Debatte auf das Ausland wirkt. Er hoffe, «dass bei dem Gespräch etwas hängenbleibt».
Ein Regierungssprecher wollte den Termin nicht bestätigen. Der Kanzler habe ständigen Kontakt mit Unternehmen und Investoren aus dem Ausland. Ein Gespräch über die Kapitalismusdebatte sei nicht geplant. (nz)