netzeitung.deKoch: Kapitalismuskritik ist antiamerikanisch

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Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU)
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Äußerungen in der Kapitalismus-Debatte sind um einen Begriff reicher: Der hessische Ministerpräsident Koch sieht in der Kritik antiamerikanische Züge. Thema: Kapitalismus-Debatte Wirtschaft stellt Ausbildungspakt in Frage FDP-Chef: Union muss sich Debatte stellen Kapitalismus-Streit: Thierse kritisiert Geschwätz Müntefering droht Unternehmen mit Ärger Kann die SPD noch debattieren? Stiegler pflichtet Historiker Wolffsohn bei

In der seit Wochen laufenden Kapitalismus-Debatte hat sich nun auch der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) zu Wort gemeldet. Seiner Meinung nach trägt die Diskussion antiamerikanische Züge. Äußerungen aus der SPD- Bundestagsfraktion richteten sich gegen US-Unternehmen, das Titelblatt einer IG-Metall-Publikation zeige in diesem Zusammenhang sogar die amerikanische Flagge, sagte Koch nach der Rückkehr von einer USA-Reise der dpa.
Warnung an Schröder
Koch warnte die Bundesregierung davor, dieser Debatte Taten folgen zu lassen. Beim leisesten Anzeichen würden US-Firmen Deutschland von der Liste der Investitionsstandorte streichen: «Wir sind darauf angewiesen, dass wir ein wettbewerbsfähiger Partner sind. Wenn die Amerikaner sich hier nicht willkommen oder gar gesetzlich bestraft fühlen, investieren sie halt woanders.»

Die Amerikaner sind nach Darstellung Kochs über die Debatte irritiert: «Sie sagen: Wir sind wieder Teil eines Feindbildes, es ist wieder vor einem Wahlkampf. Werden wir hier ständig zum Punchingball, wenn Herrn Schröder nichts mehr anderes einfällt?» (nz)