04.05.2005
Herausgeber: netzeitung.de
SPD-Chef Franz Müntefering
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In dem von ihm ausgelösten Kapitalismus-Streit stellt der SPD-Chef klar: Unternehmen, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst seien, hätten nichts zu befürchten. Thema: Kapitalismus-Streit Kann die SPD noch debattieren? Müntefering stellt vier Forderungen auf Lafontaine greift SPD-Führung an SPD-Chef Franz Müntefering hat in der von ihm selbst angestoßenen Kapitalismus-Debatte eine Versachlichung gefordert. Er hoffe, dass die Diskussion auf den Punkt ausgerichtet bleibe, um den es gehe, nämlich die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft, sagte er am Mittwoch in Bremen. Ärger bei Billiglöhnen Der Parteivorsitzende betonte, alle Unternehmen, die sich «anständig aufführen und sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst» seien, hätten nichts zu befürchten. «Andere aber müssen wissen, dass es Ärger gibt.» Als Beispiele nannte er Unternehmen, die ausländische Arbeitskräfte zu Billiglöhnen beschäftigen. Der SPD-Vorsitzende betonte nach einer Konferenz der SPD- Fraktionschefs von Bund und Ländern sowie des Europaparlaments, er habe keinen «Vier-Punkte-Plan» gegen die Auswüchse des Kapitalismus vorgelegt. Er habe lediglich einzelne Punkte angesprochen, die aber «kein komplettes Programm» seien. So müsse zum Beispiel Lohndumping stärker als bisher ausgeschlossen werden. Münteferings Vorschläge In einem Zeitungsinterview hatte Müntefering seine Forderung nach Begrenzung unternehmerischer Willkür mit konkreten Vorschlägen verbunden. Als Konsequenz aus seiner Kritik nannte er vier, überwiegend schon in der Diskussion befindliche Maßnahmen, nämlich die Öffnung des Entsendegesetzes für alle Branchen, die Veröffentlichung von Managergehältern, die Versorgung kleiner und mittlerer Unternehmen mit zinsgünstigen Krediten sowie die Schaffung von einheitlichen Steuersätzen in der EU. Die Hannoversche «Neuen Presse» hatte berichtet, mit seinen Vorschlägen habe Müntfering ein «Vier-Punkte-Prgramm» gegen Auswüchse des Kapitalismus vorgelegt.(nz)
SPD-Chef Franz Müntefering hat in der von ihm selbst angestoßenen Kapitalismus-Debatte eine Versachlichung gefordert. Er hoffe, dass die Diskussion auf den Punkt ausgerichtet bleibe, um den es gehe, nämlich die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft, sagte er am Mittwoch in Bremen.
Ärger bei BilliglöhnenDer Parteivorsitzende betonte, alle Unternehmen, die sich «anständig aufführen und sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst» seien, hätten nichts zu befürchten. «Andere aber müssen wissen, dass es Ärger gibt.» Als Beispiele nannte er Unternehmen, die ausländische Arbeitskräfte zu Billiglöhnen beschäftigen.
Der SPD-Vorsitzende betonte nach einer Konferenz der SPD- Fraktionschefs von Bund und Ländern sowie des Europaparlaments, er habe keinen «Vier-Punkte-Plan» gegen die Auswüchse des Kapitalismus vorgelegt. Er habe lediglich einzelne Punkte angesprochen, die aber «kein komplettes Programm» seien. So müsse zum Beispiel Lohndumping stärker als bisher ausgeschlossen werden.
Münteferings VorschlägeIn einem Zeitungsinterview hatte Müntefering seine Forderung nach Begrenzung unternehmerischer Willkür mit konkreten Vorschlägen verbunden. Als Konsequenz aus seiner Kritik nannte er vier, überwiegend schon in der Diskussion befindliche Maßnahmen, nämlich die Öffnung des Entsendegesetzes für alle Branchen, die Veröffentlichung von Managergehältern, die Versorgung kleiner und mittlerer Unternehmen mit zinsgünstigen Krediten sowie die Schaffung von einheitlichen Steuersätzen in der EU.
Die Hannoversche «Neuen Presse» hatte berichtet, mit seinen Vorschlägen habe Müntfering ein «Vier-Punkte-Prgramm» gegen Auswüchse des Kapitalismus vorgelegt.(nz)