Bundesbank verschwendet keine Personalgelder
17.03.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Bundesbank in Frankfurt am Main
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Bundesbank hat einen Pressebericht über Misswirtschaft zurückgewiesen. Der Bundesrechnungshof hat dem Bericht zufolge unnötige Gehaltszahlungen in Millionenhöhe gerügt.
Die Bundesbank hat einen Medienbericht über die Verschwendung von mehreren Hundert Millionen Euro dementiert. Die «Bild»-Zeitung hatte am Donnerstag unter Verweis auf einen geheimen Bericht des Bundesrechnungshofes über Misswirtschaft bei der deutschen Notenbank berichtet. «Wesentliche Teile der Darstellung in der »Bild«-Zeitung sind falsch», teilte die Bundesbank am Donnerstag in Frankfurt am Main mit.
Laut «Bild»-Zeitung wirft der Bundesrechnungshof der Bank insbesondere die Selbstversorgung des Managements mit Gehältern und zu hohen Abfindungen vor. So seien 642 Mitarbeiter im Jahr 2003 mit vollem Gehalt in den Vorruhestand gegangen. Zudem hätten 72 von ihnen eine Abfindung erhalten. Die Kosten betrugen den Angaben zufolge 214 Millionen Euro. Die Verwaltungskosten der Bundesbank betrügen laut Bonner Behörde 1,5 Milliarden Euro, wovon eine Milliarde auf die Personalkosten entfielen.
Keine Selbstversorgungsmentalität Dagegen hieß es in der Stellungnahme der Bundesbank, für Maßnahmen zur Personalanpassung seien 2003 insgesamt 21,4 Millionen Euro «und nicht wie fälschlicherweise gemeldet 214 Millionen Euro ausgegeben» worden. Außerdem hätten bis Jahresende im Zuge einer Umstrukturierung 647 Mitarbeiter aufgrund einer Vorruhestandsregelung die Bank mit gekürztem, nicht aber mit vollem Gehalt verlassen, stellte die Notenbank klar. 72 weitere Beschäftigte, insbesondere jüngere Mitarbeiter, seien gegen eine Abfindung ausgeschieden. Vorstandsmitglieder hätten zudem keine Abfindungen erhalten: Von einer «Selbstversorgung von Vorstandsmitgliedern kann keine Rede sein», hieß es weiter. (nz)