Eichel beharrt auf Reform des Stabilitätspaktes
14.02.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) trifft am Dienstag in Brüssel mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zusammen, um über die Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakts zu beraten. Die Bundesregierung will zudem den Automatismus beim Stabilitätspakt abschaffen. Sanktionen dürfen nach Ansicht der Regierung nicht automatisch bei Überschreitung der Kriterien verhängt werden. Deutschland hat die zurückliegenden drei Jahre in Folge die Defizitgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) überschritten. Auch in diesem Jahr droht Deutschland, gegen den Pakt zu verstoßen.
Schröder will in Brüssel mit Barroso auch über die Finanzplanung der EU sprechen. Deutschland und andere Hauptgeldgeber wollen die EU-Ausgaben auf ein Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) begrenzen. Die EU-Kommission schlägt die Aufstockung des Budgets auf 1,24 Prozent des BNE vor. Über die EU-Finanzen für die Jahre 2007 bis 2013 wollen die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Juni-Gipfel entscheiden. (nz)

