Gerhardt macht Mitbestimmung für Krise bei Opel und Jobverlust verantwortlich
Vielmehr habe man eher eine «Arbeitsplatzgefährdung bekommen», so Gerhardt weiter. Die gewerkschaftliche Seite habe «die Mitbestimmung nicht genutzt, um Betriebe vor dem Ruin zu retten». Daher sollte die Mitbestimmung «ein Stück» zurückgeführt werden. «Wir sollten die Zahl der Mandate begrenzen, die Aufsichtsräte kleiner machen, und Mitbestimmung sollte von Arbeitnehmern aus dem Betrieb wahrgenommen werden, nicht von den Gewerkschaftszentralen», forderte der FDP-Fraktionschef.
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement bekräftigte dagegen seine Ablehnung einer Lockerung der Mitbestimmung. Der SPD-Politiker sagte am Donnerstag am Rande der Münchner Medientage, von dem entsprechenden Vorstoß von BDI-Präsident Michael Rogowski halte er gar nichts. Er sei sehr froh, dass sich maßgebliche Wirtschaftsvertreter dazu «in einem klaren Sinne» geäußert hätten. Der SPD-Politiker kritisierte die Debatte grundsätzlich: «Das sind so die überflüssigsten Diskussionen, die wir uns in Deutschland leisten. Wir haben wirklich wichtigere Probleme.»

