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Regulierer will Anfang des Jahres erste
Telefonnummern für das Internet vergeben

18. Okt 2004 14:34
RegTP-Chef Matthias Kurth
Ende November stehen die Regeln für die Vergabe von VoIP-Rufnummern im Internet, die die Vorwahl 032 erhalten sollen. Die Branche hofft auf neues Wachstum.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) wird am 24. November Regeln für die Vergabe von Telefonnummern beim Voice-over-IP (VoIP) bekannt geben. Bereits Anfang 2005 könnten dann «nach Möglichkeit» die ersten Nummern zugeteilt werden, sagte der Präsident der Behörde, Matthias Kurth, am Montag bei Forum zum Thema in Bonn. Den Rufnummern für das Telefonieren über das Internet soll die einheitliche Vorwahl 032 zugewiesen werden.

Ziel des Regulierers bei VoIP sei es nicht nur, «faire und verlässliche Rahmenbedingungen» für Produkte und Dienstleistungen zu schaffen. Es gelte gleichzeitig, eine «Verbesserung des Anschlusswettbewerbs und der Schaffung von Anreizen zum Ausbau alternativer Infrastrukturen sicherzustellen», sagte Kurth. Denn «heute entsteht die nächste Generation der Telefonnetze».

Nutzer können Vorwahl aussuchen

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Neben der Vergabe von Rufnummern nannte Kurth das Problem der Notrufe bei der Internet-Telefonie sowie die Frage einer Entbündelung von DSL- und Telefonanschlüssen als zentrale regulatorische Aufgaben. Die bereits erfolgte Vergabe einiger VoIP-Telefonnummern war von der RegTP untersagt worden, da die Zuteilung ungeprüft erfolgt war. Künftig sollen die Kunden nach Vorstellung von Kurth die Möglichkeit erhalten, ihrer Internet-Telefonnummer die örtliche Vorwahl oder aber die allgemein für VoIP geltende 032 voranzustellen.

Für den Notruf werden nach Worten des RegTP-Chef noch technische Lösungen gesucht. Es müsse sicher gestellt werden, dass bei einem Anruf aus dem Internet die Verbindung zur nächst gelegenen Notrufstelle hergestellt wird, erläuterte Kurth.

DSL ohne Telefonanschluss

Zur möglichen Trennung von breitbandigen Internet- und einfachen Telefonanschlüsse wollte Kurth keine Prognose abgeben. Der Markt, «aber nicht die Regulierung» müsse entscheiden, ob künftig ein DSL-Anschluss mit VoIP-Angebot ohne zusätzlichen Telefonanschluss verkauft werde, sagte der Chefregulierer. Derzeit ist es nicht möglich, einen schnellen Internetzugang ohne Festnetzanschluss zu bekommen.

Beim Forum in Bonn trafen am Montag nach RegTP-Angaben Vertreter der nationalen Regulierungsbehörden und der EU-Kommission mit Branchenunternehmen zusammen. Nach Worten von Kurth verdeutlicht die Veranstaltung, «dass man von der Seite der Technik, der Geschäftsmodelle und der Regulierung am Anfang eines Prozesses steht, der von allen Seiten Pragmatismus, Flexibilität und Offenheit für Neues verlangt». (nz)

 
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