Bundeswirtschaftsminsiter Wolfgang Clement (SPD) hat an die seit Donnerstag protestierenden Bochumer Opel-Arbeiter appelliert, «nicht zusätzliche Unsicherheit zu schaffen», um nicht den Fortbestand aller Standorte zu gefährden. Er äußerte zwar «jedes Verständnis», dass es angesichts des Schocks vom Donnerstag zu Arbeitsniederlegungen gekommen sei. Gleichwohl müsse «die Arbeit weiter gehen und Opel weiter fahren in Deutschland». Nach einem Treffen mit den hessischen Ministern für Soziales und Wirtschaft, Silke Lautenschläger und Alois Rhiel (beide CDU), am Freitag in Frankfurt am Main appellierte Clement an das GM-Management, eine «Vorwärtsstrategie» für Opel in Deutschland zu entwickeln. Im Gegenzug sagte Clement Maßnahmen der Bundesregierung zur weiteren Senkung der Lohnnebenkosten zu. IG Metall droht mit Streik
Produktion in Belgien stoppt angeblich Die Proteste der Bochumer Opelarbeiter zeigen indes offenbar Wirkung. Nach Arbeitnehmerangaben stocke auch den Autobau im General-Motors-Werk in Antwerpen. Nach Angaben eines Redners in Bochum sollte die Produktion in Antwerpen schon am Nachmittag zum Erliegen kommen. Betriebsrat Franco Biagiotti sagte, es gehe um in Bochum hergestellte Pressteile für die Astra-Produktion in Antwerpen. Fehle die Zulieferung aus Bochum, könnten in Belgien keine Autos gebaut werden. Opel-Sprecher Ulrich Weber in Rüsselsheim widersprach. Momentan gebe es keine Probleme. Angesichts der engen Vernetzung der europäischen GM-Werke könnte
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