Fed-Chef Greenspan bestätigt Erwartung auf Zinserhöhung
«Dieser Beschluss beruht auf unserer aktuellen Einschätzung, wie sich die ökonomische und finanzielle Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird», sagte Greenspan per Videoübertragung. Sollte sich diese Einschätzung als falsch erweisen, sei die Fed ausreichend vorbereitet, um die Preise stabil zu halten und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum sicherzustellen, sagte Greenspan weiter. Sorge bereitet dem Notenbank-Chef dabei die anhaltend hohen Energiepreise: Diese seien ein Besorgnis erregender Kostenfaktor, welcher die Inflation anheizen könnte. Damit deutete der Fed-Chef an, notfalls die Zinsen schneller und deutlicher anzuheben, als dies bisher vom Markt prognostiziert wird.
Experten rechnen angesichts einer robusten und breitgefächerten wirtschaftlichen Erholung damit, dass die Notenbank bei ihrer kommenden Sitzung am 30. Juni die Zinsen um 25 Punkte anheben könnte. Der US-Leitzinssatz beträgt derzeit 1,0 Prozent und befindet sich damit auf dem niedrigsten Stand seit 46 Jahren. (nz)

