Konsumprotest gegen Kunstfigur: 

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Konsumprotest gegen Kunstfigur 

Lupe Katholische Jugend bekämpft Weihnachtsmann

Am Wochenende beginnt für den deutschen Einzelhandel die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts. Geworben wird auch mit Weihnachtsmännern. Dagegen ziehen Katholiken zu Felde. Sie haben eine Alternative.

Das Bonifatiuswerk und die katholische Jugend werben zur Adventszeit für «Weihnachtsmannfreie Zonen» im Internet und in deutschen Innenstädten. Der Weihnachtsmann sei eine Kunstfigur, Erfindung der Werbung und solle Handel und Umsatz steigern. Der Nikolaus dagegen sei ein Heiliger, Nothelfer und Schutzpatron der Kinder, heißt es in einer am Freitag in Düsseldorf und Paderborn veröffentlichten gemeinsamen Erklärung.

Der Weihnachtsmann stehe wie kein anderer für die «allein auf Konsum getrimmte Weihnachtszeit». Der heilige Nikolaus weise dagegen auf Werte wie Uneigennützigkeit, Nächstenliebe und selbstloses Handeln hin. Zum ersten Advent startet am Sonntag eine Kampagne, die mit Aufklebern, Plakaten, Postkarten und Veranstaltungen in Einkaufzonen auf christliche Weihnachtstraditionen aufmerksam machen soll.

Auf der Internet-Seite «www.weihnachtsmannfreie-zone.de» würden zudem verschiedene Aktionen zum Thema wie ein Nikolaus-PC-Spiel angeboten, hieß es. Auf einer eigens produzierten Nikolaus-CD sowie in einem Werkbuch «Nikolaus, komm in unser Haus» könnten zudem Kinder in Liedern und Geschichten den heiligen Bischof von Myra näher kennenlernen.

Das Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend haben darüber hinaus eine Arbeitshilfe zu Leben und Wirken des heiligen Nikolaus herausgegeben. Die Aktion «Nikolaus ja, Weihnachtsmann nein» wurde 2002 mit einer Internetseite und dem Verkauf fair gehandelter Schoko-Nikoläuse ins Leben gerufen.

Im beginnenden Weihnachtsgeschäft gelten vor allem die vier Adventssamstage wieder als wichtige Einkaufstage für Geschenke. Angesichts der Konjunkturflaute erwartet die Branche ein etwas schwächeres Weihnachtsgeschäft, aber keinen Einbruch. Im November und Dezember sollen 73 Milliarden Euro Umsatz hereinkommen und damit rund 1,5 Prozent weniger als 2008, lautet die Prognose des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE). In den letzen beiden Monaten erwirtschaftet der Handel ein Fünftel seines Jahresumsatzes. (nz/dpa/epd)