11.05.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Speer der Revolutuion: Sahab-3-Rakete
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Geschäfte mit dem Iran können eine heikle Sache sein - besonders, wenn sich aus der Ware Raketen bauen lassen. Ein 63-jähriger Deutscher muss deswegen nun für sechs Jahre ins Gefängnis.
Für die Lieferung von Raketenbau-Material in den Iran ist ein 63-jähriger Geschäftsmann zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Oberlandesgericht in Koblenz sah es am Montag als erwiesen an, dass der Mann zwischen 2005 und 2007 die Lieferung von 16 Tonnen hochwertigen Graphits in den Iran in die Wege geleitet hatte. Zwei weitere Lieferungen waren vom türkischen Zoll gestoppt worden.
Der Mann muss zudem 705.000 Euro bezahlen - in etwa der Betrag, den er bei dem Geschäft als Gewinn einstrich. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wird hochwertiges Graphit unter anderem beim Bau von Mittel- und Langstreckenraketen gebraucht.
Die Exporte wären geeignet gewesen, die deutschen Beziehungen zu den Bündnispartnern erheblich zu schädigen, hieß es in der Begründung des Urteils. Mit dem Strafmaß entsprachen die Richter der Forderung der Bundesanwaltschaft. Zu Gute hielt sie dem Angeklagten sein frühes Geständnis. (dpa)