Reaktion auf die Krise:
Wirtschaftsforscher will keine Prognosen mehr
15.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
«In den meisten Modellen, die wir für unsere Vorhersagen nutzen, kommen keine Finanzkrisen vor. Und wenn sie vorkommen, dann ist diese Krise so spezifisch, dass wir sie nicht erfassen können. Wir können sagen, da passiert was Schlimmes, aber wie schlimm es wird, können wir nicht sagen», sagte Zimmermann.
Das Bundeswirtschaftsministerium indes kann das Prognostizieren nicht lassen. Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» berichtete, dass das Ressort einen Konjunktureinbruch um drei Prozent im kommenden Jahr für «nicht unrealistisch» hält.
In einem internen Vermerk des Ministeriums werde zur Begründung auf Prognosen von Forschungsinstituten verwiesen, die einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von bis zu drei Prozent statt bisher zwei Prozent vorhersagen könnten, berichtet die Zeitung in ihrer Dienstagausgabe. Aus heutiger Sicht seien «solche noch ungünstigeren Prognosen nicht unrealistisch» heiße es in dem Vermerk.
Die «Frankfurter Rundschau» berichtete aus hochrangigen Regierungskreisen, Union und SPD wollten bei einer zusätzlichen Sitzung des Koalitionsausschusses am 12. Januar über die Eckpunkte für ein zweites Konjunkturpaket entscheiden. Das Paket solle neben Infrastrukturinvestitionen auch Elemente zur Nachfragestärkung enthalten und werde ein Mindestvolumen von 20 Milliarden Euro haben. (nz/dpa/AP)

