Statistikamt bestätigt: 

netzeitung.deGanze Eurozone rutscht in die Rezession

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Schock für Anleger: das Wirtschaftswachstum der ganzen Eurozone bricht ein (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Schock für Anleger: das Wirtschaftswachstum der ganzen Eurozone bricht ein
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Erst hatten die Wirtschaftsweisen ihre düstere Prognose verkündet, dann glitt die deutsche Wirtschaft um dritten Quartal ab und jetzt zeigt sich: Dasselbe gilt auch für die 15 europäischen Länder.

Die Wirtschaft der Eurozone ist im dritten Quartal mit einem abermaligen Wachstumsminus in eine Rezession geglitten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im dritten Vierteljahr zum Vorquartal um 0,2 Prozent gesunken, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg auf Basis vorläufiger Daten mit.

Experten hatten mit dem Rückgang gerechnet. Im zweiten Quartal war die Wirtschaft des Euroraums ebenfalls um 0,2 Prozent geschrumpft. Ökonomen sprechen gemeinhin von einer Rezession bei zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mit negativen Wachstumsraten.

In Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone, war der Rückgang nach Eurostat-Angaben noch deutlicher: Dort wuchs das Minus von 0,4 Prozent im zweiten Quartal auf nunmehr 0,5 Prozent. Den gleichen Rückgang verzeichnete auch Italiens Wirtschaft.

Verglichen mit dem dritten Quartal 2007 wuchs das BIP der Eurozone zwar noch um 0,7 Prozent. Dieser Zuwachs blieb allerdings auch hinter dem Niveau der Vormonate zurück. Im zweiten Quartal 2008 hatte die Eurozone verglichen mit dem Vorjahreszeitraum noch ein Plus von 1,4 Prozent geschafft. Im ersten Vierteljahr wuchs die Wirtschaft um 2,1 Prozent.

Ein Plus von mehr als einem Prozent verbuchte den vorliegenden Zahlen zufolge nur die Slowakei, die allerdings erst zum Jahreswechsel in die Eurozone aufgenommen wird. Dort lag das BIP im dritten Quartal um 1,5 Prozent über dem Wert der drei Monate zuvor.

In der Gesamt-EU mit 27 Mitgliedstaaten fiel das BIP im dritten Vierteljahr wie in der Eurozone um 0,2 Prozent. Für das zweite Quartal hatte Eurostat dort aber noch eine Stagnation von 0,0 Prozent - also keinen Rückgang - errechnet.

Die jährliche Inflationsrate der Euro-Zone betrug 3,2 Prozent, wie Eurostat auf der Grundlage endgültiger Berechnungen mitteilte. Im September waren die Preise verglichen mit dem Vorjahr noch um 3,6 Prozent gestiegen. In der Gesamt-EU stiegen die Preise im Oktober um 3,7 Prozent über das Vorjahresniveau. (dpa)