07.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die EU will auf dem Weltfinanzgipfel als Einheit auftreten
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Im Vorfeld des EU-Gipfels zur Finanzkrise wurde viel gestritten. Doch nun einigten sich die 27 Staats- und Regierungschefs auf eine gemeinsame «Vision» für Änderungen im globalen Finanzsystem.
Mehr Transparenz und eine lückenlose Kontrolle von Hedgefonds die 27 Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten haben sich auf eine gemeinsame Haltung beim Weltfinanzgipfel Mitte November in Washington einigen können.
«Wir haben eine sehr umfassende Diskussion gehabt, und ich kann sagen, dass es einen sehr detaillierten Standpunkt Europas gibt», sagte der französische Präsident Nicolas Sarkozy, der derzeit den EU-Ratsvorsitz führt. «Wir werden einen gemeinsamen Standpunkt vertreten.» Europa werde bei dem Treffen eine gemeinsame «Vision» für Änderungen im globalen Finanzsystem vortragen. Die EU werde für mehr Transparenz, einheitliche Bilanzierungsregeln, eine lückenlose Kontrolle von Hedgefonds und Ratingagenturen sowie für einen Verhaltenskodex für Bankmanager eintreten, um waghalsigen Strategien entgegenzuwirken.
Unter Bezug auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte Sarkozy, er habe mit dieser «exakt die gleichen Standpunkte für den Gipfel in Washington». Diplomaten sagten, es habe während der gut dreistündigen Beratungen beim EU-Kurz-Gipfel erhebliche Meinungsunterschiede über das Ausmaß der Kontrollen und Regulierungen gegeben, die für den Umbau des Finanzsystems vorgeschlagen werden sollten. So seien wichtige Passagen des von Sarkozy vorgeschlagenen Papiers hinsichtlich der nötigen Kontrollen «entschärft» worden.
Am 15. November kommen in Washington die politischen Spitzen der 20 wichtigsten Industriestaaten und aufstrebenden Schwellenländer zusammen. Nach der internationalen Bankenkrise beraten sie über neue Regeln für die Finanzmarktakteure. (dpa/AP)