15. Okt 2008 09:13
In der Debatte über soziale Fragen meldet sich Hengsbach immer wieder gerne zu Wort. Nun kritisiert er das Banken-Rettungspaket als «Aufputschmittel». Auch der Papst kommt bei ihm nicht ungeschoren davon.
Es gebe vier Prominente unter den Hauptverursachen der Krise: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Commerzbank-Chef Martin Blessing, den Präsidenten des Bankenverbandes, Klaus-Peter Müller, und den Finanzchef der Allianz, Paul Achleitner. «Es ist auffällig, dass die vier Herren mit am Tisch saßen, als das 500-Milliarden-Paket geschnürt wurde», sagte Hengsbach. Es gebe also eine wechselseitige Komplizenschaft.Hengsbach beklagte, dass Pläne für eine Neuordnung der Finanzmärkte derzeit nicht zu sehen seien. «Jetzt heißt es wieder: Wir müssen erst die Krise pragmatisch bewältigen, und dann kommt der neue Ordnungsrahmen», sagte der Sozialethiker. «Der kommt nicht, so fürchte ich.»