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netzeitung.deDie Finanzkrise: Überblick vom 14. Oktober

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Tokios Börse verbucht Gewinne (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Tokios Börse verbucht Gewinne
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

US-Aktienmarkt mit leichten Verlusten +++ Bush kommt mit Barroso zusammen +++ Trichet fordert Konsequenzen +++ Skepsis in Luftfahrtbranche +++ Pessimistisches Herbstgutachten +++ Dax im Plus +++ EZB pumpt weiter Dollar in Geldmarkt +++ Kurssprung an Asiens Leitbörse +++ USA steigen als Aktionär bei Banken ein +++ Wall Street schließt mit leichten Verlusten Nach den Rekordgewinnen vom Vortag hat die New Yorker Börse am Dienstag mit leichten Verlusten geschlossen. Der Dow-Jones-Index für 30 führende Industriewerte fiel nach einem vergleichsweise ruhigen Handelstag um 76,62 Punkte oder 0,82 Prozent auf 9310,99. Die Technologiebörse Nasdaq gab ebenfalls nach um 65,24 Zähler oder 3,54 Prozent auf 1779,01. (AP) Bush berät in Camp David US-Präsident George W. Bush wird mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy am Samstag über die weltweite Finanzmarktkrise beraten. An dem Gespräch in Camp David wird auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso teilnehmen, wie das Weiße Haus am Dienstag ankündigte. Auch Sarkozys Büro bestätigte das geplante Treffen. (AP) Trichet für sofortige Konsequenzen aus Finanzmarktkrise EZB-Chef Jean-Claude Trichet hat die Wirtschaft aufgerufen, umgehend Konsequenzen aus der weltweiten Finanzmarktkrise zu ziehen. Die Lösung der Krise dürfe nicht allein der Politik überlassen werden, sagte Trichet am Dienstag in einer Rede in New York. (AP) Deutsche Fluggesellschaften erwarten schwierigen Winter Die deutsche Luftfahrtbranche steht nach Ansicht des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) vor einem «sehr schwierigen Winter». Angesichts der Finanzkrise seien die Verbraucher verunsichert, das könne sich auf das Reiseverhalten auswirken, sagte BDF-Präsident Ralf Teckentrup am Dienstag in Berlin. In den ersten neun Monaten des Jahres sei die Passagierzahl der deutschen Unternehmen im Vergleich zur Vorjahresperiode noch um drei Prozent gestiegen. «Wir werden das Jahr auch mit einem Plus abschließen», sagte Teckentrup, der Geschäftsführer des Ferienfliegers Condor ist. Für das kommende Jahr wagte er aber keine Prognose.(dpa) Institute befürchten Rezession Deutschland steht nach Ansicht der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute am Rande einer Rezession. In ihrem am Dienstag in Berlin vorgestellten Herbstgutachten gehen die Experten für das kommende Jahr von einem maximalen Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent. Im Frühjahr hatten sie noch einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet. Mit der Zuspitzung der Lage an den Finanzmärkten hätten sich die Aussichten deutlich verschlechtert, erklärten die Wirtschaftsforscher. Deutschland als Exportnation sei von der internationalen Konjunkturschwäche besonders betroffen, weil vor allem die Nachfrage nach Investitionsgütern zurückgehe. Darüber hinaus erwarten die Wirtschaftsforscher in den kommenden Monaten einen Produktionsrückgang. (AP) Dax baut Gewinne aus Der Aktienmarkt in Deutschland hat seine Erholung am Dienstag zunächst fortgesetzt. Der Deutsche Aktienindex Dax baute zu Handelsbeginn seine Gewinne nach dem zweistelligen Plus des Vortags aus und legte um gut 160 Punkte oder 3,3 Prozent auf 5227 Punkte zu. Erneut waren Finanztitel besonders gefragt. Am Montag hatten die Börsen weltweit die international abgestimmten Rettungspläne zur Stabilisierung der Finanzmärkte mit einem Kursfeuerwerk gefeiert. Der Dax hatte um 11,4 Prozent zugelegt. (AP) EZB pumpt weiter Dollar in Geldmarkt Die Europäische Zentralbank (EZB) pumpt weiter Milliarden von Dollar in den angespannten Geldmarkt. In einem Schnellverfahren schrieb die Bank am Dienstag die Vergabe von 100 Milliarden Dollar für einen Tag aus, hieß es in einer Mitteilung. Am Vortag hatten die EZB und die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erklärt, sie würden von Mittwoch an die Geldmärkte in Europa unbegrenzt mit Dollar versorgen. Bislang gilt eine Regelung, wonach über Tauschgeschäfte zwischen der Fed und den anderen großen Notenbanken insgesamt bis zu 620 Milliarden Dollar (450 Mrd Euro) außerhalb der USA zur Verfügung stehen.(dpa) Rasanter Börsenauftakt in Tokio Kursfeuerwerk auch an Asiens Leitbörse in Tokio: Nach einem Feiertag verzeichnete der Nikkei-225-Index am Dienstag mit 14,15 Prozent den höchsten Gewinnsprung aller Zeiten. Beflügelt von der kräftigen Vorgabe der Wall Street und dem gemeinsamen Vorgehen der großen Industrienationen gegen die Finanzkrise durchbrach das Börsenbarometer wieder die psychologisch wichtige Marke von 9.000 Punkten und endete beim Stand von 9447,57 Punkten. Das sind 1.171,14 Punkte über dem Schlusskurs am vergangenen Freitag, als der Nikkei noch noch den drittgrößten Verlust seiner Geschichte erlitten hatte. Alle 33 Sektoren der Tokioter Börse legten zu. Der breit gefasste TOPIX verbesserte sich um 115,44 Punkte oder 13,73 Prozent auf 956,30 Punkte. Zuvor hatten bereits andere internationale Aktienmärkte mit hohen Kursgewinnen reagiert. (dpa) USA steigen als Aktionär bei Banken ein Banken-Präident pessimistisch Banken-Präsident Klaus-Peter Müller sieht die Gefahr, dass die deutsche Wirtschaft 2009 in eine Rezession rutscht. «Wenn die weltweite Nachfrage spürbar nachlässt, wird sich das natürlich auch auf die deutsche Konjunktur auswirken. Die Gefahr einer Rezession ist da», sagte Müller der «Bild»-Zeitung. «Aber wir haben auch sehr gute Jahre hinter uns, und mit einer Abschwächung des Wachstums war ohnehin zu rechnen.» (dpa)

Wall Street schließt mit leichten Verlusten
Nach den Rekordgewinnen vom Vortag hat die New Yorker Börse am Dienstag mit leichten Verlusten geschlossen. Der Dow-Jones-Index für 30 führende Industriewerte fiel nach einem vergleichsweise ruhigen Handelstag um 76,62 Punkte oder 0,82 Prozent auf 9310,99. Die Technologiebörse Nasdaq gab ebenfalls nach um 65,24 Zähler oder 3,54 Prozent auf 1779,01. (AP)

Bush berät in Camp David
US-Präsident George W. Bush wird mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy am Samstag über die weltweite Finanzmarktkrise beraten. An dem Gespräch in Camp David wird auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso teilnehmen, wie das Weiße Haus am Dienstag ankündigte. Auch Sarkozys Büro bestätigte das geplante Treffen. (AP)

Trichet für sofortige Konsequenzen aus Finanzmarktkrise
EZB-Chef Jean-Claude Trichet hat die Wirtschaft aufgerufen, umgehend Konsequenzen aus der weltweiten Finanzmarktkrise zu ziehen. Die Lösung der Krise dürfe nicht allein der Politik überlassen werden, sagte Trichet am Dienstag in einer Rede in New York. (AP)
Deutsche Fluggesellschaften erwarten schwierigen Winter
Die deutsche Luftfahrtbranche steht nach Ansicht des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) vor einem «sehr schwierigen Winter». Angesichts der Finanzkrise seien die Verbraucher verunsichert, das könne sich auf das Reiseverhalten auswirken, sagte BDF-Präsident Ralf Teckentrup am Dienstag in Berlin. In den ersten neun Monaten des Jahres sei die Passagierzahl der deutschen Unternehmen im Vergleich zur Vorjahresperiode noch um drei Prozent gestiegen. «Wir werden das Jahr auch mit einem Plus abschließen», sagte Teckentrup, der Geschäftsführer des Ferienfliegers Condor ist. Für das kommende Jahr wagte er aber keine Prognose.(dpa)

Institute befürchten Rezession
Deutschland steht nach Ansicht der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute am Rande einer Rezession. In ihrem am Dienstag in Berlin vorgestellten Herbstgutachten gehen die Experten für das kommende Jahr von einem maximalen Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent. Im Frühjahr hatten sie noch einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet.

Mit der Zuspitzung der Lage an den Finanzmärkten hätten sich die Aussichten deutlich verschlechtert, erklärten die Wirtschaftsforscher. Deutschland als Exportnation sei von der internationalen Konjunkturschwäche besonders betroffen, weil vor allem die Nachfrage nach Investitionsgütern zurückgehe. Darüber hinaus erwarten die Wirtschaftsforscher in den kommenden Monaten einen Produktionsrückgang. (AP)

Dax baut Gewinne aus
Der Aktienmarkt in Deutschland hat seine Erholung am Dienstag zunächst fortgesetzt. Der Deutsche Aktienindex Dax baute zu Handelsbeginn seine Gewinne nach dem zweistelligen Plus des Vortags aus und legte um gut 160 Punkte oder 3,3 Prozent auf 5227 Punkte zu. Erneut waren Finanztitel besonders gefragt. Am Montag hatten die Börsen weltweit die international abgestimmten Rettungspläne zur Stabilisierung der Finanzmärkte mit einem Kursfeuerwerk gefeiert. Der Dax hatte um 11,4 Prozent zugelegt. (AP)

EZB pumpt weiter Dollar in Geldmarkt
Die Europäische Zentralbank (EZB) pumpt weiter Milliarden von Dollar in den angespannten Geldmarkt. In einem Schnellverfahren schrieb die Bank am Dienstag die Vergabe von 100 Milliarden Dollar für einen Tag aus, hieß es in einer Mitteilung. Am Vortag hatten die EZB und die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erklärt, sie würden von Mittwoch an die Geldmärkte in Europa unbegrenzt mit Dollar versorgen. Bislang gilt eine Regelung, wonach über Tauschgeschäfte zwischen der Fed und den anderen großen Notenbanken insgesamt bis zu 620 Milliarden Dollar (450 Mrd Euro) außerhalb der USA zur Verfügung stehen.(dpa)
Rasanter Börsenauftakt in Tokio
Kursfeuerwerk auch an Asiens Leitbörse in Tokio: Nach einem Feiertag verzeichnete der Nikkei-225-Index am Dienstag mit 14,15 Prozent den höchsten Gewinnsprung aller Zeiten. Beflügelt von der kräftigen Vorgabe der Wall Street und dem gemeinsamen Vorgehen der großen Industrienationen gegen die Finanzkrise durchbrach das Börsenbarometer wieder die psychologisch wichtige Marke von 9.000 Punkten und endete beim Stand von 9447,57 Punkten. Das sind 1.171,14 Punkte über dem Schlusskurs am vergangenen Freitag, als der Nikkei noch noch den drittgrößten Verlust seiner Geschichte erlitten hatte.

Alle 33 Sektoren der Tokioter Börse legten zu. Der breit gefasste TOPIX verbesserte sich um 115,44 Punkte oder 13,73 Prozent auf 956,30 Punkte. Zuvor hatten bereits andere internationale Aktienmärkte mit hohen Kursgewinnen reagiert. (dpa)

USA steigen als Aktionär bei Banken ein
US-Finanzminister Paulson hat die Chefs aller führenden Banken zusammenkommen lassen – doch nicht alle waren begeistert von seiner Idee: Mit 250 Milliarden Dollar will sich die Regierung an den Banken beteiligen. Zum Artikel>>>
Banken-Präident pessimistisch
Banken-Präsident Klaus-Peter Müller sieht die Gefahr, dass die deutsche Wirtschaft 2009 in eine Rezession rutscht. «Wenn die weltweite Nachfrage spürbar nachlässt, wird sich das natürlich auch auf die deutsche Konjunktur auswirken. Die Gefahr einer Rezession ist da», sagte Müller der «Bild»-Zeitung. «Aber wir haben auch sehr gute Jahre hinter uns, und mit einer Abschwächung des Wachstums war ohnehin zu rechnen.» (dpa)