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Internationale Bemühungen: 

Und jetzt alle zusammen gegen die Krise

12. Okt 2008 12:37
George W. Bush beim IWF-Treffen in Washington
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Ein Gipfeltreffen jagt das andere: In seltener Einmütigkeit versucht die internationale Staatengemeinschaft, gegen die Finanzkrise vorzugehen. US-Präsident Bush räumte inzwischen ein, wo das Desaster seinen Ausgang nahm.

Angesichts der weltweiten Finanzkrise demonstriert die Staatengemeinschaft Einigkeit. Die 185 Mitgliedsländer des Internationalen Währungsfonds (IWF) stellten sich am Wochenende geschlossen hinter einen Aktionsplan der sieben führenden Industriestaaten. Die Finanzminister und Notenbankchefs der G7 einigten sich in Washington auf ein koordiniertes Vorgehen zur Eindämmung der Krise.

Mit Spannung erwartet wurde am Sonntag das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Eurogruppe. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete den Krisengipfel in Paris als nächsten Schritt nach dem G7-Treffen, bevor es zur nationalen Umsetzung von Maßnahmen komme. Es gehe um die Einigung auf einen einheitlichen «Instrumentenkasten» für Europa.

Ein Paket zur Stützung der Banken werde zeitlich sehr schnell auf den Weg gebracht, sagte Merkel am Samstag nach einem Treffen mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy. Ob das von Finanzminister Peer Steinbrück vorbereitete Rettungspaket eine Teilverstaatlichung von Banken vorsieht, ließ Merkel offen. «Es geht darum, die Banken mit ausreichend Kapital zu versorgen», sagte sie. Eine vollständige Verstaatlichung komme nicht in Frage.

Kabinett berät am Montag über Rettungspaket

Das Rettungspaket für die deutsche Finanzbranche soll bereits am Montag in einer Sondersitzung des Kabinetts beraten werden. Spekuliert wird über einen Umfang von bis zu 400 Milliarden Euro. Die G7 versprachen nach ihrem Treffen in Washington, große Banken zu schützen und ihren Bankrott zu verhindern. Die Kreditmärkte sollen wieder belebt werden. Außerdem wollen die Regierungen die Bemühungen der Banken unterstützen, aus öffentlichen und privaten Quellen frisches Kapital zu bekommen. Die Sicherungen für Spareinlagen sollen gestärkt und der zusammenbrechende Hypothekenmarkt gestützt werden.

US-Finanzminister Henry Paulson sagte, die US-Regierung halte an ihrem Plan fest, Aktien von Finanzinstitutionen aufzukaufen. Es wäre das erste derartige Vorgehen seit den 30er Jahren. US-Präsident George W. Bush sagte, weltweit koordiniertes Handeln werde zum Ziel führen: «Die Weltwirtschaft wird als Ergebnis stärker aus der Krise hervorgehen.» Deutschland wurde in Washington von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Bundesbankpräsident Axel Weber vertreten. Steinbrück sagte, die Bundesregierung arbeite mit Hochdruck an einem übergreifenden Stabilisierungsprogramm für den gesamten deutschen Finanzsektor.

Bush: Krise begann in USA

Nach dem IWF stellte sich am Samstag auch die Staatengruppe der G20 hinter den Fünf-Punkte-Plan der sieben führenden Industriestaaten. Der G20 gehören auch Schwellenländer wie China und Indien an. Zu dem Treffen erschien überraschend auch US-Präsident Bush. Nach Angaben des brasilianischen Finanzministers Guido Mantega erklärte Bush den Teilnehmern, er tue was er könne, um weitere Länder in die Lösung der Krise einzubinden. Sein Sprecher Tony Fratto sagte, Bush habe eingeräumt, dass die Probleme im Sommer 2007 mit der Hypothekenkrise in den USA begonnen hätten. Da sich die Krise inzwischen weltweit ausgedehnt habe, habe er es für wichtig gehalten, einen ungewöhnlichen Schritt zu unternehmen und an dem Treffen der G20 teilzunehmen. Ob arm oder reich, alle säßen in einem Boot.

Plötzlich ging es rapide abwärts
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Die Finanzmarktkrise ließ in der vergangenen Woche die Börsen beben. Der Dow-Jones-Index verzeichnete sowohl nach Punkten als auch nach Prozenten die schlechteste Handelswoche seiner Geschichte: Der Leitindex brach um insgesamt 18 Prozent ein. Innerhalb von acht Handelstagen hat der Dow Jones fast 2400 Punkte eingebüßt. (AP)
 
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