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Heftige Kurseinbrüche: 

Schwarzer Tag an Europas Börsen

08. Okt 2008 11:58
Börsenhändler haben derzeit nichts zu lachen
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Neben dem Dax befinden sich die Kurse an weiteren europäischen Börsen im freien Fall. Der französische Index verzeichnete kurz nach Handelsbeginn dramatische Verluste. In Moskau wird der Handel bis zum Freitag unterbrochen.

An den ohnehin hochnervösen Aktienmärkten ist am Mittwoch die Panik ausgebrochen: Der Deutsche Aktienindex (Dax) stürzte in der ersten Handelsstunde um acht Prozent auf unter 4900 Punkte ab. Europaweit rasten die Kurse in die Tiefe: In Frankreich brach der CAC40 um mehr als acht Prozent ein, in der Schweiz ging es 6,6 Prozent abwärts, in Großbritannien sechs Prozent.

Das Rettungspaket der britischen Regierung für die führenden Banken bremste den Kursverfall nur zum Handelsbeginn etwas. Panik hatte zuvor bereits auf den asiatischen Märkten geherrscht. In Japan brach der Leitindex Nikkei um 9,4 Prozent ein. Das war der größte Tagesverlust seit 21 Jahren. Der Index schloss um 952,58 Punkte tiefer bei 9203,32 Punkten. Das war der tiefste Stand seit fünf Jahren. Auch das wichtigste indonesische Börsenbarometer JSX stürzte um mehr als zehn Prozent ab.

Handel in Moskau bis Freitag ausgesetzt

Nach erneut heftigen Abstürzen zu Handelsbeginn hat die Moskauer Hauptbörse den Aktienindex Micex gleich bis Freitag ausgesetzt. In der ersten halben Stunde nach Öffnung war der Micex um mehr als 14 Prozent eingebrochen. Der RTS-Index verlor innerhalb von 30 Minuten mehr als elf Prozent und wurde für eine Stunde ausgesetzt.

Die Börsen hatten am Montag ihre bislang schwersten Ein-Tages-Verluste verzeichnet. Am Dienstag hatte es dann nur noch leichte Verluste gegeben, nachdem Präsident Dmitri Medwedew neue Maßnahmen angekündigt hatte, um die Liquidität im Bankensystem zu verbessern. Die Wall Street hatte am Dienstagabend schlechte Vorgaben gegeben: Der Dow-Jones-Index verlor mehr als 500 Punkte und schloss bei 9447,11 Punkten. Das war der niedrigste Stand des wichtigsten Börsenbarometers der Welt seit fünf Jahren. (AP)

 
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