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Lehre aus Finanzkrise: 

Sommer will «Kasino-Kapitalismus» beerdigen

06. Okt 2008 08:13
Wenn Geld für Banken da sei, müsse es auch für Beschäftigte da sein, sagt Sommer
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Mit scharfen Worten hat der DGB-Vorsitzende Sommer die Deregulierung des Marktes kritisiert. Der «Kasino-Kapitalismus» gehöre auf den Friedhof. Auch in der Krise müssten Arbeitnehmer «ihre Interessen wahren».

Eine Lohnzurückhaltung wegen der massiven Finanzkrise darf es nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) nicht geben. «Wenn Milliardenbeträge für Banken vorhanden sind, dann ist auch Geld für die Arbeitnehmer da», sagte DGB-Chef Michael Sommer der «Berliner Zeitung».

Forderungen an die Beschäftigten, den «Gürtel enger zu schnallen, sind falsch». Es müsse vielmehr anerkannt werden, dass Arbeitnehmer auch in der Finanzkrise «ihre Interessen wahren». Sommer kritisierte die Bundesregierung, die «erklärt, sie habe kein Geld, um die Konjunktur zu stützen und die Neuverschuldung dürfe nicht steigen. Und plötzlich kann sie sich verschulden, um marode Banken zu retten. Das kann nicht sein, denn entweder es gibt Geld oder es gibt keins.»

Er forderte, dass nicht nur Geld für Banken bereitgestellt werde, sondern auch für Sozialpolitik, Bildung, Infrastruktur oder um die Konjunktur zu stützen. Die Europäer müssten endlich eine starke staatliche Regulierung der Finanzmärkte in Angriff nehmen, sagte Sommer. «Die ganze Shareholder- Value-Ideologie und der Kasino-Kapitalismus gehören auf den Friedhof.» (dpa)

 
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