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Reaktion auf Scheitern im Kongress: 

Merkel fordert Soforthilfe in den USA

30. Sep 2008 14:12
Wünscht sich Lösung für die Bush-Regierung: Merkel
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Bundeskanzlerin Merkel hat die US-Regierung dazu aufgerufen, ihr milliardenschweres Hilfspaket noch in dieser Woche zu verabschieden. Auch der britische Premier kritisierte die fehlgeschlagene Abstimmung.

Nach dem Scheitern des Gesetzesentwurfs zur Bewältigung der Finanzkrise herrscht beim Bund das blanke Entsetzen: Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte die USA zur sofortigen Umsetzung der Rettungspläne auf. Dies sei «die Voraussetzung, dass neues Vertrauen auf den Märkten entstehen kann», sagte die CDU-Vorsitzende am Dienstag in Berlin. «Das ist von unglaublich großer Bedeutung.»

Die EU-Kommission hat das Scheitern des US-Rettungspakets für die Finanzmärkte als Enttäuschung bezeichnet und an die besondere Verantwortung Washingtons für die aktuelle Krise erinnert. «Die Turbulenzen, denen wir uns ausgesetzt sehen, sind in den USA entstanden und zu einem Problem für die ganze Welt geworden», sagte EU-Kommissionssprecher Johannes Laitenberger in Brüssel.

Von den US-Politikern erwarte die Kommission «staatsmännisches Verhalten, um das Wohl ihres eigenen Landes und der ganzen Welt willen», sagte Laitenberger. «Die USA müssen ihre Verantwortung wahrnehmen.»

Auch der britische Premier ist enttäuscht

Auch der britische Premierminister Gordon Brown hat das Scheitern des US-Rettungspakets für den Finanzsektor kritisiert. «Die Abstimmung in Amerika ist sehr enttäuschend», teilte Brown in der Nacht zu Dienstag in London mit. Die Regierung und die Englische Notenbank würden aber «alles tun, um Stabilität für Großbritannien zu garantieren». Die Banken des Landes sind seit Beginn der US-Kreditkrise stark von den Auswirkungen betroffen.

Das 700-Milliarden-Dollar-Paket war am Montag an einer Abstimmung im US-Abgeordnetenhaus gescheitert. Die Wall Street hatte danach einen dramatischen Kursrückgang erlebt. Der US-Leitindex Dow Jones erlitt in Punkten gerechnet den höchsten Tagesverlust seiner Geschichte. (nz/dpa/AP)

 
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