18. Aug 2008 09:12, ergänzt 09:15
Die Amerikaner bezahlen für eine vergleichbare Wassermenge nur ein Viertel von dem, was Wasser in Deutschland kostet: Das liegt nicht an der Qualität, sondern daran, dass der lebensnotwendige Rohstoff als Geldquelle genutzt wird.
Der Grund für den hohen Preis sei, dass die Wassereinnahmen in Deutschland als Geldquelle für andere Aufgaben genutzt würden, schreibt die Zeitung. «Da die Wasserpreise von den Gemeinden festgelegt werden, dienen die hohen Preise zur Subventionierung örtlicher Projekte, die sonst mit Steuergeldern bezahlt werden müssten», zitiert die Zeitung aus der NUS-Studie. Die Untersuchung soll am Montag offiziell veröffentlicht werden.Im Gegensatz zu vielen anderen Grund- und Rohstoffen bleiben die Wasserpreise in Deutschland aber dem Bericht zufolge auf hohem Niveau stabil. Für die kommenden zwölf Monate seien «keine wesentlichen Änderungen der Wasserpreise» zu erwarten, zitiert die Zeitung aus der Studie. Auch im vergangenen Jahr habe die Wasserinflationsrate seit Juli 2007 nur bei 1,6 Prozent gelegen. In Belgien lag die Teuerungsrate demnach im selben Zeitraum bei 13,2 Prozent, in Australien sogar bei 18,5 Prozent.
Seit Sonntag bis zum 23. August treffen sich mehr als 2.000 Fachleute zur Weltwasserwoche in Stockholm. Sie wird jährlich vom Stockholm International Water Institute (SIWI) veranstaltet. Schwerpunkt ist in diesem Jahr die sanitäre Grundversorgung. Die Vereinten Nationen haben 2008 als Internationales Jahr der sanitären Grundversorgung ausgerufen. (AP/epd)