Neues Rekordhoch: 

netzeitung.deEuro steigt und steigt und steigt

 Herausgeber: netzeitung.de

 (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Trotz sinkender Konkunkturaussichten im Euro-Kernland Deutschland hat die Gemeinschaftswährung ein Rekordhoch erreicht. Die Immobilien- und Finanzkrise hat die US-Währung weiter geschwächt.

Der Euro ist am Dienstag im Verhältnis zum Dollar auf den höchsten Stand seiner Geschichte gestiegen. Die Gemeinschaftswährung erreichte am Vormittag ein Rekordhoch von 1,6038 Dollar, bevor sie wieder unter 1,60 Dollar sackte und dann um diese Marke schwankte.

Ausgelöst wurde der erneute Schwächeanfall der US-Währung durch die Zuspitzung der Immobilienkrise in den Vereinigten Staaten. Nach dem Zusammenbruch des Hypotheken-Finanzierens IndyMac war die US-Regierung weiteren taumelnden Immobilienbanken zur Hilfe.
Krise von Fannie und Freddie schwächen Dollar
Die US-Notenbank versprach den halbstaatlichen Branchenriesen Fannie Mae und Freddie Mac Kredite zu günstigen Konditionen. Man frage sich mittlerweile, wie lange die Krise noch dauern werde, sagte Währungsexperte und Händler James Hughes von CMC Markets. «Händler meiden den Dollar und greifen verstärkt zu sichereren Währungen.»

Auch schlechte Konjunkturnachrichten aus Deutschland konnten den Euro nicht bremsen. Die ZEW-Konjunkturerwartungen waren im Juli um 11,5 Punkte auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Umfrage im Dezember 1991 abgesackt, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim mitteilte. Damit haben sich die Konjunkturaussichten deutlich eingetrübt. (AP/dpa)