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Konferenz in Dschidda: 

USA fordern mehr Öl

22. Jun 2008 11:49
In Dschidda geht es um den Ölpreis (hier eine Chevorn-Raffinerie)
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Staatschefs, Minister und Konzernsvorstände suchen bei dem Treffen ein Rezept gegen den Anstieg des Ölpreises. Bundeswirtschaftsminister Glos machte für die Entwicklung nicht nur die Weltkonjunktur verantwortlich.

Die USA haben vor Beginn des Öl-Krisengipfels in Saudi-Arabien eine Steigerung der Produktion als Patentrezept gegen den hohen Ölpreis gepriesen. US-Energieminister Samuel Bodman sagte am Vorabend des Treffens, das noch am Sonntag in der Stadt Dschidda beginnen soll: «Die Marktdaten zeigen uns, dass die Produktion nicht mit der wachsenden Nachfrage Schritt gehalten hat, was zu höheren und einer immer instabileren Preisen geführt hat.»

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos forderte mehr Transparenz auf den Ölmärkten. Der Preisanstieg der vergangenen Monate sei nicht allein mit boomender Weltkonjunktur und steigender Nachfrage zu erklären, sagte der CSU-Politiker. Es gebe auch Spekulation.

Auch die Öl-Produzenten geben die Schuld an den enormen Preissteigerungen der jüngsten Vergangenheit vor allem Spekulanten, die auf eine Verknappung des Öls in der Zukunft setzen.

Gipfeltreffen ohne Venezuela

Dass ausgerechnet Venezuela als Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) nicht an dem Krisentreffen teilnimmt, werten Beobachter als Protest gegen die jüngsten Produktionssteigerungen. Denn genau wie die Mehrheit der OPEC-Staaten glaubt auch Venezuela nicht, dass man einfach noch mehr Öl fördern sollte, um den Preis zu senken.

Saudi-Arabien hatte seine Produktion im Mai um 300.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag erhöht. Eine weitere Steigerung um 200.000 Barrel wird für Juli erwartet.

Das Königreich, das über die weltgrößten Ölreserven verfügt, will aber auch eine zusätzliche Steigerung seiner Produktion noch in diesem Jahr nicht kategorisch ausschließen. «Wenn die Nachfrage nach Rohöl steigt, dann werden wir es verkaufen», sagte der stellvertretende Ölminister, Prinz Abdulasis bin Salman, vor Beginn der Konferenz, an der Staatschefs, Minister und Konzernvorstände aus 36 Staaten teilnehmen. (dpa)

 
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