Angesichts der europaweiten Empörung kommen immer mehr Regierungen unter Druck. Wien plant schon eine Reihe von finanziellen Erleichterungen für Autofahrer. Wie Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) am Mittwoch ankündigte, wird das Kabinett eine «deutliche Anhebung» der Pendlerpauschale sowie eine deutliche Erhöhung des Kilometergeldes beschließen. Auch die Regierung in London zeigt sich beeindruckt von den Protesten. «Die Regierung will die umstrittenen Anhebungen bei der Kraftfahrzeug- und Benzinsteuer überdenken», hieß es am Mittwoch aus dem Kabinett. Dagegen bleibt die spanische Regierung hart und lehnt die Forderung nach einer Senkung der Mineralölsteuer strikt ab.
Nicht in allen EU-Ländern kocht wegen der Energiepreise der Volkszorn. In Italien wird zwar auch über die Benzin- und Dieselpreise gestöhnt, aber noch lauter über die Preiserhöhungen für Pasta und Pane. Auch die autobegeisterten Polen halten sich mit Protesten noch zurück. Man spart lieber beim Essen als beim Auto, denn die Limousine vor der Tür ist eine Sache des Prestiges. (Thomas Lanig, dpa)