Er erzählt stattdessen von der Sternfahrt, die er mit anderen Bauern aus der Gegend organisiert. Alle würden daran teilnehmen, nicht nur solche wie er, die Milch produzieren. Meiners will solange weiter boykottieren, bis die Forderungen seines Verbands erfüllt sind. 43 Cent pro Liter als Basispreis ist eine von ihnen. Er glaubt an den Erfolg der Aktion: «Da bin ich von überzeugt, sonst würde ich das nicht machen.» Obwohl er durchaus beobachtet, dass nicht alle Kollegen sich so begeistert an dem Boykott beteiligen wie er. Viele stehe das Wasser eben bis zum Hals. Ihre Existenzangst macht sie vorsichtig. Der Mecklenburger Milchbauer will «auf unbestimmte Zeit» weitermachen. Bisher spielen die Molkereien die Auswirkungen des Boykotts noch herunter. Die Ausfälle würden höchstens 30 Prozent betragen, teilt der Milchindustrieverband mit und wirft Bauern wie Meiners vor, sie würden Panikmache betreiben. Damit der Preis für die Milch steigt müssten eine Woche lang über 50 Prozent der Lieferungen ausfallen, verkündet der Geschäftsführer des Verbands. Beim BDM dagegen will man schon erste Steigerungen wahrgenommen haben. Meiners ist zuversichtlich, dass die Welle weiter wächst. (nz)