In den laufenden Verhandlungen geht es um eine internationale Regelung für Haftungs- und Entschädigungsfragen. Das hat besonders für Entwicklungsländer große Bedeutung. Denn ihnen mangelt es oft an personellen und technischen Voraussetzungen, um Schäden nachzuweisen, die die grüne Gentechnik der konventionellen Landwirtschaft zufügen kann.Die Umwelt- und Entwicklungsorganisationen beim «Weltgipfel der Vielfalt» forderten auch gesetzliche Regelungen, die es ländlichen Regionen erlauben, die grüne Gentechnik zu verbieten. «Die Regionen müssen das Recht haben, sich für gentechnikfrei zu erklären», sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber, der in Bonn die Aktivisten unterstützte. Er appellierte an die Bundesregierung, sich auf EU-Ebene für eine entsprechende Neuregelung der Gentechnikgesetze einzusetzen.
Inzwischen haben sich in Deutschland 180 Bauern- und Verbraucherinitiativen gegründet, die aktiv gegen Gentechnik auf dem Acker vorgehen: Sie halten zusammen knapp eine Million Hektar frei von gentechnisch veränderten Organismen. (Yvonne Mabille, epd)