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Prognose korrigiert: 

Staat muss vermutlich Steuer-Minus hinnehmen

08. Mai 2008 11:46
2008 liefern die Steuerzahler zwei Milliarden Euro weniger
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Die mahnenden Stimmen der Haushälter waren berechtigt: 1,2 Milliarden Euro weniger als erwartet kommen 2008 in die Kassen von Bund, Ländern und Gemeinden. Die Fachleute nennen jedoch für die Jahre nach 2010 erfreulichere Zahlen.

Bund, Länder und Gemeinden nehmen in diesem Jahr voraussichtlich 1,2 Milliarden Euro weniger ein als noch im November geschätzt. Das teilte das Bundesfinanzministerium am Donnerstag in Berlin nach Abschluss der Beratungen des Steurschätzkreises mit. Die Gesamteinnahmen dürften 2009 nach Einschätzung der Steuerschätzer um rund vier Milliarden Euro geringer ausfallen als zuletzt im Mai prognostiziert. Die Experten tagten seit Dienstag in Meißen.

Die Experten aus Bund, Ländern, Kommunen und Wissenschaft hatten im November vorausgesagt, dass die Steuereinnahmen des Staates insgesamt 555,6 Milliarden betragen werden. Auf den Bund sollen demnach rund 238 Milliarden entfallen. Die Länder würden rund 219,2 Milliarden einnehmen, die Gemeinden 73,6 Milliarden.

Die Vorhersage des Arbeitskreises «Steuerschätzungen» ist Grundlage für die Haushalts- und Finanzplanung von Bund, Ländern und Gemeinden. Eine Mindereinnahme von zwei Milliarden Euro würde bedeuten, dass 2008 nur noch 553,6 Milliarden Euro in den öffentlichen Kassen sind. Der Bund müsste mit 237,2 Milliarden auskommen.

Großes Plus für 2011 prophezeit

Bund, Länder und Gemeinden können erst vom Jahr 2010 an wieder mit deutlichen Steuermehreinnahmen rechnen. Die Gesamteinnahmen dürften im Jahr 2010 nach Einschätzung der Steuerschätzer um rund 300 Millionen Euro höher ausfallen als zuletzt im Mai prognostiziert. Für 2011 werde ein Plus von 6,4 Milliarden Euro gegenüber der früheren Prognose angenommen.

Im Gegensatz zur Herbstprognose legen die Steuerschätzer im Mai traditionell eine Mittelfrist-Prognose vor, die auch die kommenden vier Jahre umfasst. Die Steuereinnahmen 2009 sollen laut Schätzung vom vergangenen Frühjahr insgesamt 575 Milliarden betragen. (AP)


 
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