02.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Viele Deutsche trauern nach wie vor der D-Mark hinterher
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Ablehnung der europäischen Währung ist unter der deutschen Bevölkerung einer Umfrage zufolge weiterhin groß. Die Euro-Muffel machen den «Teuro» für die Preissteigerung verantwortlich.
Ungeliebter Euro: Auch zehn Jahre nach Gründung der Europäischen Währungsunion wünscht sich jeder dritte Deutsche die D-Mark zurück. Das geht laut «Berliner Zeitung» aus einer repräsentativen Umfrage des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) hervor. Demnach befürworten 34 Prozent eine Abschaffung des Euro und eine Wiedereinführung der D-Mark. Der Rest spricht sich gegen die Rückkehr der D-Mark aus.
Als wesentlichen Grund für die weit verbreitete Ablehnung des Euro führte der Geschäftsführende Vorstand beim BdB, Manfred Weber, an, dass dieser oft als «Teuro» wahrgenommen werde. Der Umfrage zufolge machen 53 Prozent den Euro direkt und hauptsächlich für die Preissteigerungen der letzten Jahre verantwortlich. 43 Prozent sehen dafür andere Gründe.
Weber betonte, dass ein Großteil der Preissteigerungen nichts mit dem Euro zu tun habe, sondern vor allem auf die Verteuerung von Energie und Nahrungsmitteln zurückzuführen sei. Tatsächlich sei die Inflation seit Beginn der Währungsunion mit durchschnittlich zwei Prozent vergleichsweise gering ausgefallen. (AP)