Das Konzept zur Teilprivatisierung der Deutschen Bahn will das Bundeskabinett heute nach der Einigung der Koalitionsspitzen beschließen. Die von Union und SPD verabredeten Eckpunkte sehen vor, zunächst maximal 24,9 Prozent des Personen- und Güterverkehrs an Private zu verkaufen. Schienennetz und Bahnhöfe sollen indes auf Dauer zu 100 Prozent in Bundesbesitz bleiben. Das Reformmodell soll am 6. Mai von den Koalitionsfraktionen beschlossen werden, damit das Parlament noch vor der Sommerpause einen Beschluss fassen kann. Bahnchef Hartmut Mehdorn setzt auf einen Börsengang noch im Herbst und hat versichert, dass es deshalb weder Streckenstilllegungen noch Arbeitsplatzabbau geben werde. Dennoch regt sich Widerstand der Länder, die um ihre Interessen fürchten.