Der Konzern will nun Schadenersatzansprüche gegen ehemalige Siemens- Vorstandsmitglieder prüfen. Ein entsprechender Auftrag sei an den sogenannten Compliance-Ausschuss ergangen. Auch der Vorstand sei gebeten worden, etwaige Schadenersatzansprüche und deren Durchsetzbarkeit zu prüfen.Untersucht wurden Entwicklungen dubioser Geschäftsvorfälle zwischen 1999 und 2006 «und über das Verhalten des Managements bei diesen Geschäftspraktiken». Der Aufsichtsrat sei zudem zu der Überzeugung gelangt, dass zu Einzelpersonen aus dem Kreis ehemaliger Vorstandsmitglieder derzeit keine konkreten Schlussfolgerungen möglich seien. Etwaige Konsequenzen für Einzelpersonen seien noch nicht entscheidungsreif. Es sei ein Gebot der Rechtstaatlichkeit, Fairness und Fürsorge vorschnelle Zuordnungen und Schlüsse zu vermeiden.