Als Grund für den Rückgang gab ProSiebenSat1 in erster Linie die schwache Geschäftsentwicklung im Heimatmarkt an. Im Segment Free-TV in Deutschland seien die externen Erlöse um 4,9 Prozent auf 417,1 Millionen Euro gesunken, hieß es. Der Gewinn ging kräftig um 18,4 Prozent auf 57,6 Millionen Euro zurück.Umsatz- und Ergebnisrückgang resultierten laut Konzern aus «Unsicherheiten infolge des neuen Verkaufsmodells für Werbezeiten». Dieses hatte die TV-Gruppe nach einem Verfahren des deutschen Kartellamts Ende 2007 eingeführt. Zudem habe die Quotenschwäche von Sat1 zum schlechten Ergebnis beigetragen. ProSiebenSat1-Chef Guillaume de Posch sprach von einem «schwierigen ersten Quartal».
Besser lief es im internationalen Geschäft: Hier steigerte der Konzern im Free-TV den Umsatz um 1,3 Prozent auf 176,0 Millionen Euro. Der Gewinn sank allerdings wegen Anlaufkosten für neue Kanäle in Schweden und Norwegen um 28,6 Prozent auf 27,5 Millionen Euro. Das Segment Diversifikation machte erheblich weniger Gewinn wegen geringerer Call-TV-Erlöse von 9Live und höherer Kosten durch den Ausbau der Geschäftstätigkeit in den Bereichen Pay-TV und Video-on-Demand.