Ermittlungen bei Großbank:
Verdacht auf Insiderhandel mit IKB-Aktien
23. Apr 2008 14:18, ergänzt 14:23
 |  IKB-Zentrale | Foto: dpa |
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Die Bankenaufsicht hat einen Aktienhändler angezeigt: Der soll kurz vor der Fastpleite der IKB Aktien der kriselnden Bank in großem Umfang verkauft haben. Wusste er vorab von der schwierigen Lage?
Wegen des Verdachts auf Insiderhandel mit Aktien der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen einen Händler einer deutschen Großbank. Eine Sprecherin der Behörde bestätigte, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) eine Strafanzeige gegen einen «Aktienhändler einer Tochtergesellschaft einer Großbank mit Sitz in Frankfurt» eingereicht habe.
Nach Informationen des ARD-Magazins «Monitor» soll es sich dabei um den Mitarbeiter einer Tochter der Deutschen Bank handeln. Der Deutschen Bank ist aber nach eigenen Angaben von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nichts bekannt. Eine Bafin-Sprecherin wollte keine Details nennen.
Kurz vor der Fastpleite sehr viele Aktien abgestoßen
Dem «Monitor»-Bericht zufolge soll der Händler kurz vor der Fastpleite der IKB im Sommer 2007 Wertpapiere der Mittelstandsbank in erheblichem Umfang verkauft haben.
Die Düsseldorfer Mittelstandsbank hatte sich mit faulen Krediten am US-Immobilienmarkt verspekuliert und konnte nur dank Milliardenhilfen vor der Pleite bewahrt werden. Noch am 20. Juli 2007 hatte sie per Pressemitteilung verkündet, im kriselnden US-Markt gebe es kaum Risiken. Nach Bekanntwerden der Existenz bedrohenden Schieflage des Instituts kurz darauf verlor die IKB-Aktie zeitweise mehr als 50 Prozent ihres Wertes. (AP/dpa)