Seit mehreren Wochen treibt zudem der schwache Dollar Investoren in sichere Anlagen wie Öl und Gold. Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in Hamburg wagt derzeit keine Prognose, wann Öl wieder günstiger werden könnte. Aus dem Ölmarkt heraus seien die Steigerungen der letzten Wochen nicht zu begründen, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Öl sei genug vorhanden. Vielmehr sei der Finanzmarkt für den Anstieg mitverantwortlich, weil Anleger aus dem schwachen Dollar in das vergleichsweise sichere Öl flüchteten. Die OPEC-Staaten wollen ihre Förderkapazitäten unterdessen bis zum Jahr 2012 um fünf Millionen Barrel pro Tag ausbauen. Das sagte der Generalsekretär der Organisation Erdöl exportierender Staaten, Abdullah al Badri, am Dienstag am Rande einer Tagung in Rom.
Inzwischen erhöhte die französische Fluggesellschaft Air France angesichts der Ölpreisexplosion die Treibstoffzuschläge für alle Flüge. Wie das Unternehmen in Paris mitteilte, steigt der Zuschlag für Langstreckenflüge ab sofort um zehn Euro, der für die Mittelstrecke um vier und für Flüge innerhalb Frankreichs um zwei Euro. Der Treibstoffzuschlag beispielsweise für einen Flug von Paris nach New York liegt damit bei 91 Euro für die einfache Strecke, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte. (AP)