21.04.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Der Verkauf von Barbie-Puppen stagniert
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Stagnierende Barbie-Umsätze bereiten Branchenprimus Mattel Sorgen. Konkurrent Hasbro hingegen freut sich über steigende Gewinne. Die stammen zu einem Gutteil aus dem Segment der Brettspiele.
Der weltgrößte Spielwarenhersteller Mattel ist in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust lag im ersten Quartal bei 46,6 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 12 Millionen Dollar vor einem Jahr.
Der weltweite Umsatz sank trotz positiver Währungseffekte um zwei Prozent auf 919,3 Millionen Dollar (577 Millionen Euro), teilte Mattel (Hot Wheels, Fisher-Price) am Montag am Firmensitz in El Segundo (Kalifornien) mit. Das Ergebnis ist vor allem auf stagnierende Umsätze beim Klassiker Barbie zurückzuführen.
Minus von elf Prozent auf US-MarktFür das laufende Jahr erhofft sich der Branchenführer deutlichen Schwung durch Neuauflagen von Spielzeughelden wie Kung Fu Panda und Batman. Besonders schlecht lief das Geschäft zuletzt auf dem US-Heimatmarkt mit einem Umsatzminus von elf Prozent. International stiegen die Einnahmen zwar um acht Prozent, sie wären aber ohne die vorteilhaften Umrechnungsgewinne durch den schwachen Dollar um drei Prozent gesunken.
Im vergangenen Jahr hatte der Rückruf von Millionen gefährlicher Spielzeuge den Konzern wie auch einige Wettbewerber schwer belastet. Allein Mattel musste im Sommer und Herbst mehr als 20 Millionen in China produzierte Spielwaren wegen bleihaltiger Farben und sich lösender Magnete einziehen. Die Kosten dafür lagen bei rund 110 Millionen Dollar.
Hasbro-Umsatz steigt auf 443 Millionen DollarDer weltweit zweitgrößte Spielwarenhersteller Hasbro verdankt dagegen seinen Babypuppen, Brettspielen und «Transformer»-Robotern steigende Gewinne. Unter dem Strich verdiente der US-Konzern im ersten Quartal 37,5 Millionen Dollar und damit 14 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz kletterte auch dank Währungseffekten um 13 Prozent auf 704,2 Millionen Dollar (443 Millionen Euro), gab der Hersteller des Spiele-Klassikers «Monopoly» am Montag am Firmensitz in Pawtucket (Rhode Island) bekannt.
Die Jahresziele dürften erreicht werden, sagte Konzernchef Alfred Verrecchia. «Nach einem starken Jahr 2007 hält auch in diesem Jahr der Schwung an.» Im internationalen Geschäft kletterte der Umsatz besonders stark um 22 Prozent - für fast die Hälfte des Zuwachses sorgte allerdings der schwache Dollar. (dpa)